Adamczak, Bini: Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird

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  • ISBN: 978-3-89771-430-4
  • Buchtitel: Adamczak, Bini: Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
  • ISBN: 978-3-89771-430-4
br., 80 Seiten
UNRAST-Verlag, Münster 2010


Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«

KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.

In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

Rezensionen

"schlaues Büchlein" ver.di publik

"Die Überlegung besticht durch ihre Einfachheit: Weit mehr schon als eine Dekade nach dem "Ende der Geschichte" über Kommunismus nachdenken zu wollen, erfordert völlig neue Ausdrucksweisen. Weg vom Pathos der roten Fahnen und Barrikaden, weg vom Geschäftsordnungston der Parteien und Grüppchen und weg von der reinen Lehre der Marxexegese kann nur eine kinderleichte Sprache, so Bini Adamczak, dafür sorgen, dass die freie Assoziation der Individuen wieder denkbar, vorstellbar und wünschbar wird, um machbar zu werden. Und so ist denn die Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird eine theoretisch angeleitete Erzählung, die sich der Sprache eines Kinderbuchs bedient. Sie fällt damit durch jedes Raster: weder tatsächlich ein Kinderbuch, noch theoretisches Essay, weder literarische Erzählung noch historischer Abriss. In Missachtung der gängigen Genres ist Adamczak eine differenzierte Vergegenwärtigung der Fallstricke kommunistischer Gesellschaftskritik gelungen - mit Unterhaltungswert."
Gottfried Oy, Frankfurter Rundschau

"Wer über Kommunismus schreit, tut dies gemeinhin in ernstem, ja schwerwiegendem Ton. Ist ja auch kein Spaß, die ganze Sache. Bei der 'Kleinen Geschichte' ist das jedoch anders. Mehr Büchlein als Buch und grafisch aufgelockert mit Strichfrauchen wird die Geschichte des Tauschwerts und diverse Versuche seiner Abschaffung anders erzählt. In zum Teil märchenhafter Sprache, mit Prinzessinnen, sprechenden Stühlen und Menschen, denen es mit dem Kapitalismus nun aber wirklich reicht ('Abwechslung muss sein.'). Das ist hübsch, aber auch mehr als das. Weil es beim Kommunismus nicht um die wahre Lehre, sondern auch um eine Lust zum Kommunismus geht. Etwa am Schreiben und Lesen." can Frankfurt Journal 20/04

„Sie begeht nicht den Fehler von Negri/Hardt, dass sie einen Liebeskommunismus à la Franz von Assisi entwirft, der den bürgerlich-linken Intellektuellen eine Träne im Knopfloch abfordert, sie macht etwas viel Radikaleres: Sie beschreibt lediglich den Weg zum Kommunismus, nicht das Ziel, und das in einer einfachen, einer kinderleichten Sprache. (…)
Das kluge Nachwort, das man gern liest, beruhigt zudem alle, die sich vor ganz einfachen Texten ganz doll fürchten.“ – Jörg Sundermeier, intro


„...Neben dem Anspruch des Kommunismus, ein zum Kapitalismus alternatives Gesellschaftssystem zu entwerfen, wird leicht vergessen, dass der Kommunismus dem Kapitalismus entspringt - und zwar als dessen kritischer Gegenentwurf. Diese Kritik verändert sich gemeinsam mit dem Kapitalismus und darf nicht einschlafen. Kommunist zu sein, ist anachronistisch. Stattdessen gilt es, sich kritisch mit dem Kapitalismus auseinanderzusetzen. Das kapitalistische System ist schließlich noch immer nicht gerecht und daher kritikwürdig. Ungerechtigkeiten aufzeigen, erklären und über alternative Lösungen nachdenken - das ist ein hehrer Weg in die Zukunft. Adamczaks Buch appelliert an den Leser nicht wegzuschauen und zu schweigen, wenn durch eine allzu freie Marktwirtschaft Not und Elend entstehen. Adamczak wünscht sich mehr Diskussion und Offenheit im Umgang mit gesellschaftskritischen Fragen.“ Christopher Bünte


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