Psychoanalyse (1968)

Zum 60. Geburtstag von Alexander Mitscherlich
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  • Verlag: Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main
  • 01.01.1968
  • Antiquarisches Buch
  • 112 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: SAMMELNUMMER
  • AutorInnen: Peter Brückner|Thomas Leithäuser|Werner Kriesel
  • Buchtitel: Psychoanalyse (1968)
  • Untertitel: Zum 60. Geburtstag von Alexander Mitscherlich
  • ISBN: SAMMELNUMMER
  • Verlag: Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main
  • Produktart: Antiquarisches Buch
  • Seiten: 112
  • Erscheinung: 01.01.1968
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): res novae provokativ
  • Format: 125 x 205 mm

Einband berieben, altersbedingter guter Zustand

Erst in der Demokratisierung des bürgerlichen Alltags: in der Teilnahme des einzelnen an Prozessen der Willens- und Entscheidungsbildung in Arbeit und Staat, wäre wirklich zu überwinden, was Alexander Mitscherlich und die studentische Opposition an der Lebensgeschichte der Individuen, an den herrschenden Verhältnissen und am Verhältnis von Herrschaft nachhaltig beunruhigt: Unterdrückung und Unwahrheit. Der Psychoanalytiker lehrt uns, dass, kritisches Bewusstsein entfaltet, die Selbstverborgenheit des beschädigten Menschen aufzuheben wäre, wenn der gegenwärtige historische Zustand wirklich überwunden werden soll; wir fügen hinzu: Zugleich gilt es, die spätkapitalistische Gesellschaft (wie jede, die mit ihr Merkmale von überflüssiger Herrschaft, von abstrakter Arbeit und Entfremdung gemeinsam hat) strukturell, also ökonomisch wie politisch, zu verändern.

Die Autoren versuchen eine Kritik psychoanalytischer Gedanken von links; die Berufung auf die hier vorgelegten Thesen sei also nur dem konzediert, der das Werk Sigmund Freuds und seiner Schüler sich zu eigen macht. So lange, wie Psychoanalyse noch nicht die ihr gebührende Rezeption erfahren hat, wäre es falsch, ja masochistisch, ihren bornierten Kritikern Einwände stumm auszuliefern. Es genügt ein geringfügiger Wechsel des Standorts, und wieder haben wir vieles, ja das meiste mit der Psychoanalyse gemeinsam. Allein diese Gemeinsamkeit macht es möglich, Alexander Mitscherlich zum 60. Geburtstag eine in gewissen Aspekten kritische Würdigung vorzulegen.

Peter Brückner wurde 1922 in Dresden geboren. Seit 1939 hatte er Kontakte zu Antifaschisten und Kommunisten, die er auch beibehielt, nachdem er 1941 nach Wien eingezogen worden war. Nach Kriegsende wurde er Mitglied der KPD, übersiedelte 1948 zunächst nach Westberlin, dann nach Münster, wo er sein Psychologiestudium mit der Promotion abschloss. Nach einiger Zeit im sozialpädagogischen Bereich wandte er sich der Sozialpsychologie zu, machte eine Ausbildung zum Psychoanalytiker und übernahm 1967 den Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Hannover. 1972 und 1977 wurde er von seinem Dienst suspendiert, zum einen wegen des Vorwurfs von Kontakten zur RAF, zum anderen wegen der Dokumentation und Herausgabe des indizierten Textes »Buback – ein Nachruf«, der anonym unter dem Namen »Mescalero« erschien. Kurz nach Aufhebung der disziplinarischen Maßnahmen starb Brückner 1982 in Nizza.

Prof. Dr. Thomas Leithäuser war Professor für Entwicklungs-, Sozial- und Pädagogische Psychologie am Institut für Psychologie der Universität Bremen und ist heute Direktor der Akademie für Arbeit und Politik an der Universität Bremen.

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