Genius des standhaften Herzens (1961)

131 Balladen mit Holzschnitten von Otto Rudolf Schatz
12,00 EUR
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  • Verlag: Volksbuchverlag, Wien
  • 01.01.1961
  • Buch
  • 256 Seiten
  • Leinengebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN: SAMMELNUMMER
Schutzumschlag leicht eingerissen, sonst sehr gutes Exemplar

Josef Luitpold hat sich vorgenommen, eine Weltgeschichte in Balladen zu schreiben, aber keine Weltgeschichte, in der es von gekrönten Helden nur so wimmelt, nein, eine Weltgeschichte "von unten auf", vom Ruhme der Niegerühmten, der Arbeiter, der Knechte, der Verfolgten, der Rebellen, der tapferen Mütter. So etwas gab es bisher nch nicht, und so sucht sich der Dichter seine Stoffe aus vergessenen Büchern zusammen, oft unscheinbare Anekdoten, wenn sie nur blitzartig soziale Taten oder Geschehnisse beleuchten. So entstanden Balladen, so entsteht eine stattliche Weltgeschichte in Balladen.
Josef Luitpold Stern (* 18. April 1886 in Wien; † 13. September 1966 ebenda), Pseudonym Josef Luitpold, war ein österreichischer Dichter und Bildungsfunktionär der Arbeiterbewegung.

Stern stammte aus assimiliert jüdischer Familie und wuchs von Kindheit auf im sozialdemokratischen Milieu heran. Sein Vater war Verwalter der Arbeiter-Zeitung und Josef gehörte bereits als Schüler zu den aktiven Mitgliedern einschlägiger Organisationen. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Stern ab 1909 als Redakteur der Zeitschrift Der Kunstwart nach Dresden, später machte ihn Robert Danneberg zum Leiter der Abteilung Büchereien in der sozialdemokratischen Bildungszentrale in Wien. Stern arbeitete auch in der Arbeiter-Zeitung mit, war Redakteur des „Strom“ und Leiter der „Volksbühne“. Als Soldat im Ersten Weltkrieg schrieb Stern Antikriegsgedichte.

Nach 1918 wurde Leiter der sozialdemokratischen Bildungszentrale, war Mitbegründer der Büchergilde Gutenberg und fungierte als „Hausdichter“ der Sozialdemokratie. So verfasste er zahlreiche Gedichte, die bei festlichen Veranstaltungen vorgetragen wurden. Er gehörte Anfang 1933 zu den Gründern der "Vereinigung sozialistischer Schriftsteller". Nach dem Scheitern des Februaraufstandes floh Stern im April 1934 in die Tschechoslowakei, dann weiter über Frankreich, (wo er interniert wurde) und Spanien in die USA. Dort wirkte er als Lehrer und Fürsorger in einem Slum in Philadelphia.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stern im Bildungswesen der österreichischen Gewerkschaften tätig. Josef Luitpold Stern wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab am Grinzinger Friedhof bestattet. Der ÖGB stiftete zu seinem Gedenken den Josef-Luitpold-Stern-Preis, der seit 1968 an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich besondere Verdienste um die Volksbildung, die Arbeiterbildung oder um die Arbeiterdichtung erworben haben. 
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