Die christlichen Minderheiten der Türkei bei den Pariser Friedensverhandlungen (1919-1923) (2007)

Kemal Atatürk und der Genozid
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  • Verlag: Kitab, Klagenfurt
  • 14.03.2007
  • Antiquarisches Buch
  • 311 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: ANTIDIV008
  • AutorInnen: Wilhelm Baum
  • Buchtitel: Die christlichen Minderheiten der Türkei bei den Pariser Friedensverhandlungen (1919-1923) (2007)
  • Untertitel: Kemal Atatürk und der Genozid
  • ISBN: ANTIDIV008
  • Verlag: Kitab, Klagenfurt
  • Produktart: Antiquarisches Buch
  • Seiten: 311
  • Erscheinung: 14.03.2007
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): Kitab Kleine Reihe
  • Auflage: 1., Aufl.
  • Format: 135 x 200 mm

guter Zustand

ISBN 978-3-902005-97-7

Nach dem Sieg Englands und Frankreichs über das mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündete Osmanische Reich sahen sich die Siegermächte bei den Pariser Friedensverhandlungen durch frühere Geheimverträge z.B. zugunsten Italiens mit dem Problem konfrontiert, dass die umstrittene Verteilung der Gebiete kaum mit dem vom amerikanischen Präsidenten Wilson proklamierten „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ vereinbar war. Als ehrlicher Makler versuchte Wilson nach der Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern durch die Türken die Unabhängigkeit Armeniens auf dem ehemals russischen Armenien (der heutigen Republik) und den türkischen Provinzen, die vorwiegend von Armeniern besiedelt waren, durchzusetzen. Dies scheiterte jedoch daran, dass der amerikanische Senat nicht bereit war, ein Völkerbundsmandat zu übernehmen, wozu man nach Ansicht des französischen Marschalls Foch 27 Divisionen zum Schutz der Armenier gebraucht hätte. Der Frieden von Sèvres (1920) wurde zwar von der offiziellen türkischen Regierung unterzeichnet, nicht aber von der Nationalbewegung Mustafa Kemal Paschas.

Der griechische Ministerpräsident Venizelos kämpfte im Bund mit dem englischen Premier Lloyd George um den Anschluss der mehrheitlich griechischen Gebiete in Thrakien und um Smyrna (Izmir) in Westkleinasien. Der Sturz von Venizelos im Krieg zwischen Griechenland und den türkischen Kemalisten führte zur Vernichtung der griechischen Minderheiten in Kleinasien und zur Zerstörung von Smyrna (1922). Im „Frieden von Lausanne“ (1923 wurden die Bestimmungen von Sèvres revidiert: Armenien wurde nicht selbständig und blieb zwischen Sowjet-Russland (das Atatürk unterstützt hatte) geteilt; die griechischen Minderheiten wurden massakriert und mit Ausnahme der Griechen von Istanbul – wo sich bis heute das orthodoxe Patriarchat befindet – vertrieben. Die Ereignisse der Jahre 1919-1923 zeigen, wie erstmals nach dem Weltkrieg das Selbstbestimmungsrecht der Völker missachtet und das „Recht des Stärkeren“ von den Staaten akzeptiert wurde, die nicht bereit waren, sich einer rassistischen und faschistischen Bewegung entgegenzusetzen.

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