Das Österreich der dreißiger Jahre und seine Stellung in Europa

Materialien der Internationalen Tagung in Neapel, Salerno und Taurasi (5.-8. Juni 2007)
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  • Verlag: Peter Lang
  • 29.03.2012
  • Buch
  • 613 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-631-62025-0
  • Buchtitel: Das Österreich der dreißiger Jahre und seine Stellung in Europa
  • Untertitel: Materialien der Internationalen Tagung in Neapel, Salerno und Taurasi (5.-8. Juni 2007)
  • ISBN: 978-3-631-62025-0
  • Verlag: Peter Lang
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 613
  • Erscheinung: 29.03.2012
  • Einband: Paperback
Österreichs Entwicklung in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ist keineswegs «tote Geschichte». Im Gegenteil, die Finanz- und Wirtschaftskrise unserer Tage, wachsende Medienkonzentration, Erosionserscheinungen der Demokratie und das Erstarken xenophober Rechtsparteien in vielen Ländern Europas lassen die Entwicklungen von damals heute wieder sehr aktuell erscheinen. Das zeigen die in diesem Sammelband enthaltenen 35 Beiträge italienischer, österreichischer und französischer WissenschafterInnen. Sie beschreiben interdisziplinär wesentliche Entwicklungen in Österreichs Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Ideenwelt und Kultur, die den Zeitgeist der dreißiger Jahre prägten. Wie bei einem Mosaik entsteht ein komplexes und farbiges Bild Österreichs in den dreißiger Jahren und seines Stellenwerts in Europa.

Inhalt
Francesco Saverio Festa/Erich Fröschl/Tommaso La Rocca/Luigi Parente/Giusi Zanasi: Vorwort - Christian Berlakovits: Geleitwort - Luigi Parente: Gründe für eine Tagung: Eine Einführung - Gerhard Botz: Friedrich Heers Österreich- und Europa-Identitäten. Zur Ideengeschichte der langen Dreißigerjahre Österreichs (1933-1983) - Gérard Grelle: Entstehung und Theorien der österreichischen Nation: Ernst Karl Winter und Alfred Klahr - Petra Herczeg: Zwischen Aufklärung und Aufdeckung. Die Bedeutung der Sozialreportage in der österreichischen Zwischenkriegszeit - Pier Luigi Orsi: Otto Bauer und die Russische Revolution - Paul Pasteur: Der Ständestaat, ein autoritärer Staat wie die anderen oder ein Modell? - Margherita Platania: Von der Pariser Kommune zur Wiener Kommune - Derek Weber: Sonderfall Österreich. Warum die österreichische Wirtschaftspolitik nach 1931 auf entschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung der ökonomischen Krise verzichtete und warum dieser restriktive Kurs in eine Diktatur mündete - Giusi Zanasi: Vorwort - Jürgen Doll: Die Entwicklung eines demokratischen Österreich-Bewusstseins im Wiener Kleinkunsttheater der dreißiger Jahre - Gabriella d'Onghia: Karl Kraus: das Schweigen - Paola Gheri: Mystizismus und «österreichische Eigenart» in Paula Ludwigs «Dem dunklen Gott. Ein Jahresgedicht der Liebe» - Franz Haas: Robert Musil, die Politik und 'Der Mann ohne Eigenschaften' - Karl Müller: Eine Zeit «ohne Ordnungsbegriffe»? Die literarische Antimoderne nach 1918 - ein Fallbeispiel: Hugo von Hofmannsthals Programmstück der Salzburger Festspiele und die «Konservative Revolution» - Alessandra Schininà: Zwischen Engagement und Ironie. Die «Ausnahme» Jura Soyfer - Laura Bazzicalupo: Logik und Wirklichkeit: Kelsen im Wien der Jahrhundertwende - Roberta Gimigliano: Sozialismus und Bürokratie. Ein Wiener Vortrag Max Webers - Enrica Lisciani Petrini: «Der Weg zur neuen Musik» - Flavia Monceri: Alfred Schütz und Felix Kaufmann: Von den Geisteswissenschaften zu den Sozialwissenschaften - Alfred Pfabigan: Das «Rote Wien» als architektonisches Manifest des Austromarxismus - Michele Ranchetti: Wittgensteins Schriften, Wittgensteins Absichten. Auf der Suche nach einer neuen Auslegung - Luca Scafoglio: Kritische Theorie und Judenfrage. Die Frankfurter Antisemitismus-Debatte (1938-1944) - Graziella Spampinato: Der nackte Geist. Die Stilkritik von Leo Spitzer im Italien der dreißiger Jahre - Gerald Stieg: Die Macht des Gegenbildes. Elias Canetti und Thomas Hobbes - Dario Antiseri: Friedrich August von Hayek und die Aufgabe der theoretischen Sozialwissenschaften - Erwin Bader: Die österreichischen Christlichsozialen in der Zwischenkriegszeit zwischen rechts und links - Raimondo Cubeddu: Die Entstehungsgeschichte des Austroliberalismus im Wien der 30er Jahre - Marcella d'Abbiero: Ein Weg in die Freiheit. Der Austromarxismus und die Psychoanalyse - Francesco Saverio Festa: Bourgeoisie, Sozialismus und Weltanschauung - Tommaso La Rocca: Die Religionsfrage im Austromarxismus - Nicolao Merker: Was bleibt vom Austromarxismus? - Arno Münster: Max Adler zwischen Kant und Marx - Silvia Siniscalchi: Mitteleuropa in der Geopolitik von Karl Haushofer - Angelo Maria Vitale: Das politische Denken Ignaz Seipels zwischen Scholastik und Korporativismus - Erich Fröschl: Pepper & Salt für Österreichs reaktionäre Nachkriegsgesellschaft. Ein Nachhall des Austromarxismus in die Zweite Republik. Anmerkungen zu Hugo Peppers Volksbildungsarbeit - Theresia Laubichler: Margarete Dostal: ein Leben für Aufklärung und kritische Bildung als Vermächtnis einer Kindheit und Jugend in der Zwischenkriegszeit.
Francesco Saverio Festa, Professor für Geschichte der Politischen Philosophie an der Universität Salerno.

Erich Fröschl, Politikwissenschafter und Konsulent des Dr.-Karl-Renner-Instituts in Wien.

Tommaso La Rocca, Professor für Moralphilosphie an der Universität Ferrara.

Luigi Parente, Professor für Zeitgeschichte an der Universität Neapel L'Orientale.

Giusi Zanasi, Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Neapel L'Orientale. 
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