Utopien des Oktober

Denkmäler der Sowjetunion
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  • Verlag: Promedia
  • 14.02.2017
  • Buch
  • 88 Seiten
  • festgebunden
  • ISBN: 978-3-85371-420-1
Mit Texten von John Reed, Wladimir Majakowski, Proletkult und Derek Weber


Am 25. Oktober 1917 (nach dem damaligen russischen Kalender) begann der Aufstand der Bolschewiki in Petrograd, der in die erste sozialistische Revolution der Geschichte mündete. Mit der Machtergreifung der russischen Arbeiter, Soldaten und Bauern sollte eine jahrhundertealte Utopie verwirklicht werden: eine egalitäre Gesellschaft, in der freie Menschen ohne Unterdrückung und Ausbeutung zusammenleben und gemeinsam über Produktionsmittel sowie Grund und Boden verfügen.

Begleitet wurde diese Revolution, die die Welt bis zum Ende des 20. Jahrhunderts erschütterte, von einem nie zuvor gesehenen schöpferischen Aufbruch. Kunstbewegungen wie der Konstruktivismus, der Suprematismus und der Futurismus stellten sich auf die Seite der Revolutionäre. Schriftsteller wie Wladimir Majakowski, Komponisten wie Sergei Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch und Maler wie Kasimir Malewitsch und Marc Chagall porträtierten in ihren Werken das revolutionäre Geschehen und die kommende, in alle gesellschaftlichen Bereiche ausstrahlende Welt.

Doch schon wenige Jahre nach dem Oktober 1917 wurde diese Avantgarde zurückgedrängt und der Stalinismus ersetzte sie durch eine staatlich verordnete Kunst. Zugleich zerschellten die Träume von einem „Neuen Menschen“ und einer gerechteren Gesellschaft an der rauen, immer restriktiveren Wirklichkeit.

Jahrelang durchforstete der Wiener Fotograf Chris Dematté auf der Suche nach Überresten der Utopien die ehemalige Sowjetunion. Er fand Zeugnisse für den Glauben an eine Zukunft freier Menschen in den Denkmälern des sozialistischen Staates, die er in schwarz-weißen Bildern festhielt. In seinen Fotografien zeigen sich aber auch die Schattenseiten der späteren Sowjetunion.

Die Bilder in diesem Fotoband werden ergänzt durch kurze, illustrative Texte aus der Zeit der Revolution und einer Betrachtung der sowjetischen Kulturpolitik durch den Historiker und Kulturjournalisten Derek Weber.
Chris Dematté wurde 1960 in Wien geboren. Seine erste Kamera, eine Kodak Instamatic, hielt er schon mit 10 Jahren in der Hand. Von 1980 bis 1984 besuchte Dematté die Höhere Grafische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (Abteilung für Fotografie) in Wien. Seit 1991 arbeitet er als freier Fotograf für diverse internationale Fotoagenturen und beschäftigt sich intensiv mit künstlerischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Längere Auslandsaufenthalte in Vancouver, Boston und New York. Seit 2013 lebt Dematté zeitweise in Moskau. Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Russland und den USA.
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