Der dritte Sendero (1994)

Weder Leuchtender Pfad noch Fujimori, die Alternative der peruanischen Volksbewegungen
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  • Verlag: Rotpunktverlag, Zürich
  • 01.01.1994
  • Antiquarisches Buch
  • 222 Seiten
  • Klappenbroschur
  • ISBN: SAMMELNUMMER
  • AutorInnen: Jean-Michel Rodrigo
  • Buchtitel: Der dritte Sendero (1994)
  • Untertitel: Weder Leuchtender Pfad noch Fujimori, die Alternative der peruanischen Volksbewegungen
  • ISBN: SAMMELNUMMER
  • Verlag: Rotpunktverlag, Zürich
  • Produktart: Antiquarisches Buch
  • Seiten: 222
  • Erscheinung: 01.01.1994
  • Einband: Klappenbroschur
  • Format: 135 x 205 mm

Einband leicht geknickt, sonst guter Zustand

ISBN 3-85869-090-2

Millionen von LandbewohnerInnen in Lateinamerika träumen von den Annehmlichkeiten des Lebens, welche die Städte vorgaukeln. Aber für Millionen - und täglich werden es mehr - endet dieser Traum in den Slums der Großstädte. Auch Perus Hauptstadt ist von einem Gürtel von "Barriadas" umgeben. Deren BewohnerInnen haben im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Millionenstädten ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen, in erster Linie sind es die Frauen, die das tägliche Leben organisieren. Basierend auf den traditionellen Organisationsformen der andinen Bauerngesellschaft geben sie in gewisser Weise eine kollektive Antwort auf die Probleme der Dritt-Welt-Agglomerationen, wo sonst Elend, Alkoholismus, Drogen, Prostitution und Kriminalität herrschen.

Der französische Journalist Jean-Michel Rodrigo hat einen großen Teil der letzten zwölf Jahre in Lateinamerika verbracht, vor allem in Peru. Sein hauptsächliches Interesse gilt den Organisationen der Bidonvilles von Lima. Er schildert ihren Kampf um Land, Brot und ein menschenwürdiges Leben und zeigt, wie einerseits die Staatsmacht gegen die "illegale" Landnahme m Rande der Großstadt interveniert, und wie andererseits der "Leuchtende Pfad" versucht, die demokratische Selbstorganisation der Barriadas-BewohnerInnen mit erroristsichen Methoden zu zerstören, um die Hegemonie über die Unterschichten zu gewinnen.

In seinem Bestseller "El otro sendero" hat der Peruaner Hernán de Soto die informelle Ökonomie als Ausweg aus der Misere gepriesen und die Bedeutung der individuellen und individualistischen Mikro-Unternehmen hervorgehoben, was ihm von manchen Seiten großes Lob eingebracht hat. Rodrigo zeigt demgegenüber in plastischen Schilderungen den Alltag der demokratischen Gemeinschaften in den Barriadas, die über alles gemeinsam entscheiden und niemanden außen vor lassen, auch nicht Frauen, Kinder, Greise und Arbeitslose.

Die vier Kapitel des Buches befassen sich mit den Auseinandersetzungen um den Boden, auf dem die neuen Siedlungen am Rande Limas errichtet werden, mit den sozialen Netzen unter den peruanischen Barriada-BewohnerInnen, mit der besonderen Rolle der Frauen und mit den unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft des Landes, die mitten in einem blutigen Bürgerkrieg entwickelt werden. Aktualisiert wird das Buch durch einen Überblick über die Entwicklung seit Alberto Fujimori als Staatspräsident Alan Garcia abgelöst hat, dessen sozialdemokratisches Programm einst so viele Hoffnungen genährt hatte, dann aber ruhmlos an Korruption und Skandalen scheiterte.

Jean-Michel Rodrigo, geboren 1954, bereist Lateinamerika regelmäßig. Seine Artikel und Reportagen erscheinen in der französischen und kanadischen Presse. Für die französischen TV-Sender "Antenne 2" und "France 3" hat er mehrere Dokumentarfilme realisiert.
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