Dossier 04/2014: Zeit für neue Wohlstandsmodelle!

Perspektiven lebensdienlichen Wirtschaftens
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  • Verlag: Katholische Sozialakademie Österreichs
  • 01.04.2014
  • Zeitschrift
  • 36 Seiten
  • geheftet
  • ISBN: ZEITSCHRIFT
  • Buchtitel: Dossier 04/2014: Zeit für neue Wohlstandsmodelle!
  • Untertitel: Perspektiven lebensdienlichen Wirtschaftens
  • ISBN: ZEITSCHRIFT
  • Verlag: Katholische Sozialakademie Österreichs
  • Produktart: Zeitschrift
  • Seiten: 36
  • Erscheinung: 01.04.2014
  • Einband: geheftet
Inhalt

Einleitendes:

    Perspektiven lebensdienlichen Wirtschaftens
    Die Zeit ist reif für Debatten über Postwachstum, Änderung im Konsumverhalten, breite Beteiligung an demokratiepolitischen Entscheidungen.

Sichtweisen:

    Entschleunigung - und zwar schnell
    Brigitte Bertelmann fordert eine Neuorientierung in Lebensstil, Energieverbrauch und Investitionen und betont hier die Vorreiterrolle der Kirchen.
    Die Welt ist voll von Dingen, die niemand braucht
    Ökologische Aspekte und wirtschaftliche Veränderungen sind eine Herausfoderung für ein anderes Konzept, wie es Werner Rätz am Beispiel des bedingungslosen Grundeinkommens darstellt.
    Ladenschluss und Sonntagsöffnung in Europa
    Gabriel Raum hat die unterschiedlichen Regelungen des Ladenschlusses in EUropa recherchiert und hinterfragt die Ausweitung der Öffnungszeiten als Maßnahme zur Krisenbekämpfung.
    Demokratie braucht Zeit
    Ulrich Mückenberger stellt im "Großen Rat" ein Modell partizipativer Demokratie vor, das auch die notwendige zeitliche Dimension für gesellschaftspolitische Entscheidungen berücksichtigt.
    Weniger Arbeiten
    Lieselotte Wohlgenannt zeigt auf, dass Arbeitszeitverkürzung de fact passiert, nämlich durch Teilzeitarbeit, Flexibilisierung, Verlängerung des Urlaubs oder frühzeitige Pensionierung.

Orte:

    Einen gemeinsamen wöchentlichen Ruhetag verankern
    Gabriele Kienesberger berichtet von der zweiten EUropäischen Sonntagskonferenz: Wirtschaft und Politik sind als Akteure gefordert, besonders auf Europaebene.
    Die Ökonomisierung der Sorge-Arbeit
    Erna Appelt ist Erstunterzeichnerin des Care-Manifests. Die Schaffung neuer Strukturen im Bereich der Sorge-Arbeit ist hoch an der Zeit.
    Grundzüge achtsamen Wirtschaftens
    Die von Kai Romhardt vorgestellte Achtsamkeit in ökonomischen Alltagshandlungen hinterfragt Gewohnheiten in Konsumverhalten, Arbeitsweisen und beim Umgang mit Geld.
    Den Wandel gestalten: Arbeit und Leben neu denken!
    In der "Tätigkeitsgesellschaft" sieht der KAB-Vorsitzende Johannes Labner die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Formen menschlicher Arbeit.
    Same but different? Zeit für und in Regenbogenfamilien
    Barbara Smetschka zeigt auf, dass ausreichend Zeit und umfassende gesellschaftliche Anerkennung für gelingendes Familienleben notwendig sind.
    Eine Ökonomie für Mensch und Erde
    Manuela Seebacher erklärt, warum die Gemeinwohlökonomie den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens auch nach der Gemeinwohlbilanz beurteilt sehen will.
    Ein Leben für soziale Gerechtigkeit: Karl Pick (1867-1938)
    Erich Reichelt ruft uns, anlässlich der Verleihung der Goldenen Karl Pick-Medaille an Bischof Maximilian Aichern, den Sozialpolitiker Karl Pick in Erinnerung.
    Rezension
    Lesenswertes zu den Themen Zeitwohlstand und Umgang mit digitalen Medien hat das Redaktionsteam für Sie zusammengetragen.

Ausblick:

    Resonanzräume für das Berührt- und Ergriffensein schaffen
    Wie können die Entfremdungserfahrungen, die unsere Gesellschaft und Zeit so sehr prägen, überwunden werden? Welche Entscheidungen braucht es dazu?

 
Einleitendes:
Perspektiven lebensdienlichen Wirtschaftens

Die Diskurse um eine Postwachstums-Ökonomie und die Notwendigkeit einer großen Transformation im Umgang mit Umwelt, Ressourcenverbrauch und im Einsatz von Menschen im Bereich der Sorge-Arbeit, zeigen die Herausforderungen an Politik und Zivilgesellschaft. Kirchen und Religionsgemeinschaften sind dabei besonders gefordert.

Neuorientierung im Lebensstil kann nicht einfach verordnet werden. Viele Menschen, die es ernst meinen mit einer Neuorientierung, sind auch auf der Suche nach einer spirituellen Neuorientierung, die geistige Haltung und Konsumverhalten in Einklang bringen will.

Achtsames Wirtschaften kann in vielen Bereichen beginnen: von ökonomischen Alltagshandlungen ausgehend, wie etwa der Frage, was kaufe ich wo ein, welche Lebensmittel kaufe ich überhaupt oder überhaupt nicht mehr, weil ich den Produktionsweg kenne, bis hin zum organisierten Engagement für Wirtschaftsformen und Arbeitsweisen, die eine Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Formen menschlicher Arbeit anstreben.

Wo gibt es in unserer demokratischen Verfasstheit überhaupt Spielräume, um Modelle für ein gutes Leben für alle zu diskutieren und mit vielen gemeinsam ernsthafte Umsetzungsschritte zu entwickeln? Der "Große Rat", ein Modell partizipativer Demokratie, das ohne Notwendigkeit parteipolitische/r Abgeordnete/r zu sein demokratische Beteiligung ermöglicht, wäre es wert, einen größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen.

Regelmäßig gemeinsame freie Zeit zu verbringen, ist für viele Menschen in den meisten euorpäischen Ländern nur noch am Sonntag möglich - noch! Sonntagsarbeit wird als Zeichen eines modernen Lebensstils oder als notwendiger Impuls zur Krisenbekämpfung vermarktet - und damit wird freie, unverzweckte Lebenszeit vieler Menschen verkauft. Die Hamster laufen gern im Rad, will uns damit suggerert werden. Die zunehmende Unmöglichkeit, unsere Lebensgestaltung so zu planen und zu beeinflussen, dass sie dauernder Verfügbarkeit für berufliche Tätigkeiten entzogen werden kann, fordert auch die Abgeordneten zum Europäischen Parlament zum tatkräftigen Einsatz auf.

Noch sind es zarte Pflänzchen, die sich nicht mehr dem Diktat von Zeit und Konsum unterwerfen wollen. Aber die Vertreterinnen der Konzepte von Gemeinwohlökonomie, bedingungslosem Grundeinkommen, der Beibehaltung des arbeitsfreien Sonntags und angemessener Arbeitzeiten fordern die Mainstreamökonomie und Mainstream-Wohlstandverteilungs-Politik durchaus heraus. Sie schaffen Vorzeigemodelle auf regionaler wie europäischer Ebene.

Hier sind die Kirchen mit ihren internationalen Verbindungen gefragt, noch mutiger voranzugehen, Experimentierfelder zu bieten und diese gemeinsam mit Politik und Zivilgesellschaft weiterzuentwickeln.
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