Lateinamerika 1492-1850/70

Geschichte und Gesellschaft
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  • Verlag: Promedia
  • 14.12.2005
  • Buch
  • 264 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-85371-242-9
  • Buchtitel: Lateinamerika 1492-1850/70
  • Untertitel: Geschichte und Gesellschaft
  • ISBN: 978-3-85371-242-9
  • Verlag: Promedia
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 264
  • Erscheinung: 14.12.2005
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): Edition Weltregionen
  • Format: 180 x 240 mm

Am 12. Oktober 1492 landete Christoph Kolumbus, der genuesische Seefahrer im spanischen Dienst, auf einer kleinen Insel der Bahamas. Dieser Tag gilt als der Beginn einer neuen Epoche der Weltgeschichte, der "Neuzeit". An ihm trat Amerika, eine "Neue Welt", ins Bewusstsein Europas. Nach der Entdeckung dauerte es nicht lange, bis es unterworfen wurde. Damit begann die Neuzeit als Zeitalter des Kolonialismus, der die Welt durch mehr als vierhundert Jahre prägen und tief greifend verändern sollte.

Vor allem im Kontext der Debatten rund um die so genannte Globalisierung erscheint die historische Sicht auf Lateinamerika von größter Bedeutung. Tatsächlich lässt sich ja für fast alles, was man für typisch und kennzeichnend für die neue Weltsituation hält, auch schon Entsprechungen in der frühen Neuzeit finden, und die lateinamerikanische Geschichte belegt das deutlich: Verdichtung des Weltverkehrs und des Welthandels, transkontinentale Kapitalflüsse und Migration, neue Informationsnetzwerke, Transkulturalität, Kultur- und Wissenstransfer, Rekonstruktion, Hybridisierung, Fragmentierung und Multiplizierung von Identitäten, ethnische und religiöse Fundamentalismen. Der häufige Einwand, die frühen Globalisierungsprozesse hätten nur einen schmalen Ausschnitt der Menschheit betroffen, erscheint mindestens überprüfungswürdig. Gerade von Lateinamerika kann man mit ziemlich gutem Recht behaupten, dass seine Transformation im 16. Jahrhundert viel dramatischer, tiefgehender und folgenreicher war, als alles was dem Kontinent von neoliberalen Reformern heutzutage zugemutet wird.

Aus der Kolonialzeit schöpfen auch alle Entwürfe einer latein-, hispano- oder iberoamerikanischen Identität ihre grundlegenden Argumentationen. Die Entstehung neuer kreolischer Identitäten, die sich im Gegensatz zu den Europaspaniern begriffen und schließlich den Unabhängigkeitsbewegungen des frühen 19. Jahrhunderts und den aus ihnen hervorgehenden Prozessen der Staats- und Nationenbildung den Weg bereiteten, wurde schon in den Anfängen der kolonialen Herrschaft grundgelegt.

Der vorliegende Band versucht diese Entwicklung in ihrer ganzen Vielfalt anhand ausgewählter thematischer Querschnitte darzustellen. Er beschränkt sich dabei nicht auf die Zeit vor der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Staaten, sondern setzt den zeitlichen Endpunkt am Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Erst dann erfuhr Lateinamerika nach der Konsolidierung der neuen Staaten im Rahmen liberaler Reformen tiefgreifende Veränderungen, die zahlreiche in der Kolonialzeit grundgelegte Strukturen modifizierten oder veränderten, ohne dass das koloniale Erbe bis heute restlos überwunden wäre.

Friedrich Edelmayer ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien.

Bernd Hausberger lehrt am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin.

Barbara Potthast ist Leiterin der Abteilung für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Köln.

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