Gesellschaftstheorie

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  • Verlag: UTB|UVK
  • 17.02.2020
  • Buch
  • 300 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-8252-5244-1

Die Gesellschaft im stetigen Wandel Permanente Veränderung und konfliktreiche Dynamiken sind wesentliche Merkmale moderner Gegenwartsgesellschaften. Unter dem Einfluss der direkten und indirekten Folgen sozialer Prozesse stellt sich die Frage nach der Möglichkeit einer ‚begrifflichen Klammer‘ für die Vielfalt gesellschaftlicher Phänomene erneut und vielleicht dringlicher als je zuvor. Das Buch will vor diesem Hintergrund die Antwort auf die Frage nach dem veränderlichen Wesen von Gesellschaft in dreifacher Hinsicht aktualisieren. Die vorliegende Einführung in die Gesellschaftstheorie macht anhand ausgewählter Theoretiker und Theoretikerinnen mit der Entwicklung der wesentlichen Grundbegriffe vertraut und verdeutlicht exemplarisch ihre Anwendung in konkreten gegenstandsbezogenen Analysen. Zugleich ist dieser Versuch einer Debattenübersicht zur Gesellschaftstheorie aber auch ein Plädoyer für einen starken Gesellschaftsbegriff, der Widersprüche, Dynamiken und Spannungen aufnimmt, ohne das Ziel aufzugeben, zu einem besseren Verständnis des ‚Ganzen‘ zu gelangen.

Inhalt

Über dieses Buch 5
Inhalt 7
Einleitung 11
Interdisziplinäre Kontexte gesellschaftstheoretischen Denkens 17
Dynamische Veränderung der Gesellschaft – Gesellschaftstheorie als ‚Work in Progress 26
Problemfelder und Fokuspunkte gesellschaftstheoretischen Denkens – zum Aufbau des Buchs 30
1 Naturverhältnisse und ökologische Krise der Gesellschaft 35
1.1 Frühe Moderne: Neuzeitliche Naturdeutungen und Industrialisierung 37
1.1.1 Natur in Naturwissenschaft und frühen Gesellschaftsanalysen 39
1.1.2 Etablierung der Soziologie und Verlust der Natur 40
1.2 Entwickelte Moderne: Zur Konstruktion der ökologischen Krise 41
1.2.1 Mary Douglas und die Cultural Theory der Natur- und Risikomythen 43
1.2.2 Klaus Eders kommunikationstheoretisches Ambivalenzmodell des modernen Naturzugangs 47
1.3 Späte Moderne: Neue politische Ökologien? 50
1.3.1 Die Politische Ökologie Bruno Latours 52
1.3.2 Im „Parlament der Dinge“ – ein Verfahrensmodell ökologischer Demokratisierung 55
1.3.3 Ökologisieren als theoretisches Paradigma 59
1.4 Resümee 60
2 Subjektivierung und Individualisierung gesellschaftlicher Praxis 63
2.1 Frühe Moderne: Der vergesellschaftete Mensch 65
2.1.1 Gesellschaft als soziale Einheit in der Differenz: Emile Durkheim und die Erneuerung des ‚sozialen Bandes‘ 65
2.1.2 Transformation der ‚Lebensführung‘: Max Weber und das Subjekt als Träger kultureller Rationalisierung 68
2.1.3 Nähe und Distanz: Georg Simmel und die Ambivalenz der Individualisierung als Krise der Moderne 70
2.2 Entwickelte Moderne: Leben in Institutionen 72
2.2.1 Zwei konträre Perspektiven auf Gesellschaft als ‚System‘: Kritische Theorie und Talcott Parsons’ Systemfunktionalismus 72
2.2.2 Reflexivität und Routine: Anthony Giddens’ Subjektverständnis als Beitrag zum Struktur-Handlungs-Problem der Soziologie 74
2.3 Späte Moderne: Subjektivierung als ‚Selbstunterwerfung‘ – poststrukturalistische Kritik der Individualisierungsthese 79
2.4 Resümee 85
3 Geschlechtlichkeit 89
3.1 Frühe Moderne: Mathilde Vaerting 93
3.1.1 Biographische Notizen 94
3.1.2 Die Neubegründung der Psychologie von Mann und Weib 95
3.1.3 Eingeschlechtliche Vorherrschaft und die Macht des Unterschieds 96
3.1.4 Die Sexualkomponente 98
3.1.5 ‚Objektive Wissenschaft‘ in der Geschlechterpsychologie 100
3.2 Entwickelte Moderne: Simone de Beauvoir 101
3.2.1 Biographische Notizen 101
3.2.2 Freiheit in Situation 103
3.2.3 Die Ambivalenz der menschlichen Existenz 104
3.2.4 Die Situation der Frau 106
3.2.5 Weibliche Sexualität 109
3.2.6 Das gesellschaftliche Programm der Befreiung der Frau 110
3.3 Späte Moderne: Judith Butler 111
3.3.1 Biographische Notizen 114
3.3.2 Butlers Performativitätstheorie 114
3.3.3 Die Neuvermessung des Natur-Kultur-Dualismus 115
3.3.4 Performativität und Parodie 116
3.3.5 Die heterosexuelle Matrix als regulatorisches Regime 118
3.4 Resümee 120
4 Ethnizität und Rassismus 125
4.1 Frühe Moderne: Max Weber – ethnische Gemeinschaftsbeziehungen 126
4.2 Entwickelte Moderne: Ethnizität und Migration 131
4.2.1 Assimilation und Pluralismus 132
4.2.2 Ethnizität: Strukturmerkmal moderner Gesellschaft oder vorübergehende Phase im Prozess funktionaler Differenzierung? 135
4.3 Späte Moderne: Ethnische Ungleichheit und Rassismus 137
4.3.1 Ethnizität, Diskriminierung und Ethnisierung 137
4.3.2 Rassismen 139
4.4 Resümee 150
5 Soziale Ungleichheit 153
5.1 Frühe Moderne: Karl Marx 156
5.1.1 Die Bedeutung der Produktionsverhältnisse: Kapitalistische Ausbeutung als dialektisches soziales Verhältnis 158
5.1.2 Klassenkampf, Entfremdung und die Skepsis gegenüber der Moral 163
5.2 Entwickelte Moderne: Pierre Bourdieu 166
5.2.1 Kulturtheoretische Brechungen: Akkumulation unterschiedlicher Kapitalsorten und Klassifikation 168
5.2.2 Störende und verstörende Eingriffe 174
5.3 Späte Moderne: Nancy Fraser 175
5.3.1 Perspektivischer Trialismus auf soziale Ungleichheit: Ökonomie, Kultur und Politik 177
5.3.2 Reflexive Gerechtigkeit: Institutionalisierte gleiche Teilhabe und transnationale Öffentlichkeiten 183
5.4 Resümee: Auf dem Weg zur Entschlüsselung der Verschränkungen sozialer Ungleichheit in der kapitalistischen Moderne 185
6 Demokratie und Gesellschaft 191
6.1 Frühe Moderne: Alexis de Tocqueville 195
6.1.1 Demokratie in der Gesellschaft: Regierungs- und Sozialform 196
6.1.2 Freiheit und Gleichheit 198
6.1.3 Gefahren der Demokratie 201
6.2 Entwickelte Moderne: Hannah Arendt 204
6.2.1 Das Gesellschaftliche und das Politische 204
6.2.2 Revolution und Demokratie 207
6.2.3 Totalitarismus als Antithese zur Demokratie 209
6.3 Späte Moderne: Jacques Rancière 211
6.3.1 Demokratie als Politik des Dissenses 213
6.3.2 Radikale Gleichheit 215
6.3.3 Der Hass der Demokratie 218
6.4 Resümee 220
Fazit: Gesellschaftstheorie, intellektuelle Redlichkeit und das Problem der Formationsbegriffe 223
Literatur 233
Die Autorinnen 257
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen 259
Index 261

Univ. Prof. Dr. Hartmut Rosa, Lehrstuhl für Allgemeine und Theoretische Soziologie und Sprecher der DFG-geförderten Kollegforschergruppe 1642 »Postwachstumsgesellschaften« an der Friedrich-Schiller- Universität in Jena; seit Oktober 2013 auch Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Moderne, Zeitsoziologie, Kommunitarismus.

Dr. Jörg Oberthür lehrt und forscht am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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