Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

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  • Verlag: Meiner
  • 28.02.2018
  • Buch
  • LXXV, 368 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-3315-8
Die Religionsschrift löste nicht nur einen langwierigen Streit mit der Zensur aus, sondern gab – wie Kant ebenso schnell wie überrascht feststellen mußte – seinen Zeitgenossen "viel Anlaß zu reden". Zu keiner Publikation Kants erschienen in so kurzer Zeit so viele Beiträge und Rezensionen wie zu seinen religionsphilosophischen Thesen.

Schon allein die Tatsache, daß es sich um die erste große Publikation Kants nach den drei Kritiken handelt, weist darauf hin, daß Kant mehr beabsichtigt hat als eine Gelegenheitsschrift. Er selbst kündigte seine "Philosophische Religionslehre" als Übergang von der Kritik zur Doktrin an und verstand sie genau damit auch ausdrücklich als Antwort auf die Frage: "Was darf ich hoffen?"

Die entscheidende philosophische Frage mehr als 200 Jahre nach dem Erscheinen der Religionsschrift dürfte sein: Traf Kant mit der Theorie des Radikalen Bösen, der Kirchenkritik, dem eigenen religiösen Gesellschaftsentwurf und nicht zuletzt der "Philosophischen Religionslehre" selbst nur den Nerv der Zeit? Oder trifft er mit der so wenig schmeichelhaften Diagnose menschlicher Fehlleistungen den Menschen überhaupt und jederzeit an einer derart empfindlichen Stelle seines Selbstverständnisses, daß die Religionsschrift den Widerspruch geradezu provoziert?

Die hier vorgelegte Ausgabe der Religionsschrift ist eine vollständige Neuedition auf der Grundlage der B-Auflage von 1794. Die Ausgabe verzeichnet die Paginierungen der B-Auflage und der Akademie-Ausgabe ebenso wie die wichtigsten Varianten der A-Auflage und Handschriften, Konjekturen und Textrevisionen sowie wesentliche Lesarten früherer Editionen.

Das Schwergewicht der Ausgabe liegt neben der Bereitstellung eines verläßlichen Textes auf dem Nachweis zeitgeschichtlicher Bezüge. Neben einer Einleitung, Informationen zur Textgeschichte, zum Zensurstreit und der zeitgenössischen Rezeption sowie Anmerkungen zum Textverständnis und der Quellenlage enthält sie neue Sach- und Namensregister sowie ein umfangreiches Register der von Kant direkt und indirekt zitierten Bibelstellen.

In der zweiten Auflage sind gegenüber der ersten zahlreiche Druckfehler korrigiert.

  • Cover1
  • InhaltsverzeichnisV
  • »Kants schädliche Schriften«.Eine EinleitungIX
  • Die Immediate Examinations-KommissionXXX
  • Woellner und das »Religionsedikt«XVII
  • Die Immediate Examinations-KommissionXXX
  • Kant und die ZensorenXXXIV
  • Kant undWoellnerXLI
  • Zugänge zur »Religion«LIX
  • Zur TextgeschichteLXI
  • Weitere frühe ReaktionenLXXI
  • C. Zu dieser EditionLXXIII
  • IMMANUEL KANT Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft1
  • Vorrede zur ersten Auflage3
  • Vorrede zur zweiten Auflage14
  • Inhalt17
  • Der Philosophischen Religionslehre Erstes Stück19
  • Erstes Stück Von der Einwohnung des bösen Prinzips neben dem guten: oder über das radikale Bösein der menschlichen Natur21
  • Anmerkung25
  • I. Von der ursprünglichen Anlage zum Guten in der menschlichen Natur30
  • II. Von dem Hange zum Bösen in der menschlichen Natur34
  • III. Der Mensch ist von Natur böse39
  • IV. Vom Urspr unge des Bösen in der menschlichen Natur49
  • Allgemeine Anmerkung Von der Wiederherstellung der ursprünglichen Anlage zum Guten in ihre Kraft [Von Gnadenwirkungen]57
  • Der Philosophischen Religionslehre Zweites Stück71
  • Zweites Stück Von dem Kampf des guten Prinzips,mit dem bösen,um die Herrschaft über den Menschen73
  • Erster Abschnitt Von dem Rechtsanspruche des guten Prinzips auf die Herrschaft über den Menschen77
  • a) Personifizierte Idee des guten Prinzips77
  • b) Objektive Realität dieser Idee80
  • c) Schwierigkeiten gegen die Realität dieser Idee und Auflösung derselben86
  • Zweiter Abschnitt Von dem Rechtsanspruche des bösen Prinzips auf die Herrschaft über den Menschen, und dem Kampf beider Prinzipien mit einander103
  • Allgemeine Anmerkung [Von Wundern ]111
  • Der Philosophischen Religionslehre Drittes Stück121
  • Drittes Stück Der Sieg des guten Prinzips über das böse und die Gründung eines Reichs Gottes auf Erden123
  • Erste Abteilung Philosophische Vorstellung des Sieges des guten Prinzips unter Gründung eines Reichs Gottes auf Erden126
  • I. Von dem ethischen Naturzustande126
  • II. Der Mensch soll aus dem ethischen Naturzustande herausgehen, um ein Glied einesethischen gemeinen Wesens zu werden128
  • III Der Begriff eines ethischen gemeinen Wesens ist der Begriff von einem Volke Gottes unter ethischen Gesetzen130
  • IV. Die Idee eines Volks Gottes ist (unter menschlicher Veranstaltung) nicht anders als in der Form einer Kirche auszuführen133
  • V. Die Konstitution einer jeden Kirche geht allemalvon irgend einem historischen (Offenbarungs -)Glauben aus, den man den Kirchenglauben nennen kann, und dieser wird am besten auf eine heilige Schrift gegründet137
  • VI Der Kirchenglaube hat zu seinem höchsten Ausleger den reinen Religionsglauben147
  • VII. Der allmähliche Übergang des Kirchenglaubens zur Alleinherrschaft des reinen Religionsglaubens ist die Annäherung des Reichs Gottes154
  • Zweite Abteilung Historische Vorstellung der allmählichen Gründung der Herrschaft des guten Prinzips auf Erden167
  • Allgemeine Anmerkung [Von Geheimnissen]187
  • Der Philosophischen Religionslehre Drittes Stück121
  • Drittes Stück Der Sieg des guten Prinzips über das böse und die Gründung eines Reichs Gottes auf Erden123
  • Erste Abteilung Philosophische Vorstellung des Sieges des guten Prinzips unter Gründung eines Reichs Gottes auf Erden126
  • I. Von dem ethischen Naturzustande126
  • II. Der Mensch soll aus dem ethischen Naturzustande herausgehen, um ein Glied eines ethischen gemeinen Wesens zu werden128
  • III. Der Begriff eines ethischen gemeinen Wesens ist der Begriff von einem Volke Gottes unter ethischen Gesetzen130
  • IV. Die Idee eines Volks Gottes ist (unter menschlicher Veranstaltung) nicht andersals in der Form einer Kirche auszuführen133
  • V. Die Konstitution einer jeden Kirche geht allemal von irgend einem historischen (Offenbarungs-)Glauben aus, den man den Kirchenglauben nennen kann, und dieser wird am besten auf eine heilige Schrift gegründet137
  • VI. Der Kirchenglaube hat zu seinem höchstenAusleger den reinen Religionsglauben147
  • VII. Der allmähliche Übergang des Kirchenglaubens zur Alleinherrschaft des reinen Religionsglaubensist die Annäherung des Reichs Gottes154
  • Zweite Abteilung Historische Vorstellung der allmählichen Gründung der Herrschaft des guten Prinzips auf Erden167
  • Allgemeine Anmerkung [Von Geheimnissen]187
  • Der Philosophischen Religionslehre Viertes Stück201
  • Viertes Stück Vom Dienst und Afterdienst unter der Herrschaft des guten Prinzips, oder Von Religion und Pfaffentum203
  • Erster Teil Vom Dienst Gottes in einer Religion überhaupt206
  • DES ERSTEN TEILS ERSTER ABSCHNITT Die christliche Religion als natürliche Religion211
  • ZWEITER ABSCHNITT Die christliche Religion als gelehrte Religion219
  • Zweiter Teil Vom Afterdienst Gottes in einer statutarischen Religion226
  • § 1 Vom allgemeinen subjektiven Grunde des Religionswahnes227
  • § 2 Das dem Religionswahne entgegengesetzte moralische Prinzip der Religion230
  • § 3 Vom Pfaffentum als einem Regiment im Afterdienst des guten Prinzips236
  • § 4 Vom Leitfaden des Gewissens in Glaubenssachen250
  • Allgemeine Anmerkung [Von Gnadenmitteln]258
  • Anmerkungen des Herausgebers275
  • Bibelstellenregister305
  • Personenregister321
  • Sachregister325
 
Immanuel Kant wird 1724 in Königsberg geboren. Mit 16 Jahren beginnt er das Studium der Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften an der Königsberger Universität. Jedoch erst im Alter von 46 Jahren erhält er eine ordentliche Professur für Logik und Metaphysik in Königsberg. Als wirkungsmächtigster deutscher Philosoph neben Hegel erlangt Kant schon zu Lebzeiten einen legendären Ruf. Er verbringt sein Leben alleinstehend und einem strengen selbstauferlegten Tagesablauf folgend, der Anlaß zu zahlreichen überlieferten Anekdoten bietet. Kant stirbt in hohem Alter von 80 Jahren 1804 in Königsberg.
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