Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre

Thomas Pikettys "Das Kapital im 21. Jahrhundert" - Einführung, Debatte, Kritik
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  • Verlag: Bertz + Fischer
  • 02.10.2014
  • Buch
  • 112 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-86505-730-3
  • AutorInnen: Kaufmann Stephan, Stützle Ingo
  • Buchtitel: Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre
  • Untertitel: Thomas Pikettys "Das Kapital im 21. Jahrhundert" - Einführung, Debatte, Kritik
  • ISBN: 978-3-86505-730-3
  • Verlag: Bertz + Fischer
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 112
  • Erscheinung: 02.10.2014
  • Einband: Paperback
"Das vielleicht wichtigste Buch des letzten Jahrzehnts", nannte es US-Nobelpreisträger Paul Krugman: Thomas Pikettys "Das Kapital im 21. Jahrhundert", das im Oktober auf Deutsch erscheint, hat wie kaum ein anderes wissenschaftliches Werk international Furore gemacht, die Bestsellerlisten erobert und Begeisterung hervorgerufen – aber auch heftige Kritik provoziert. Piketty wurde zum neuen Karl Marx erklärt und mit dem Revolutionär der Wirtschaftswissenschaften, John Maynard Keynes, in eine Reihe gestellt. Die Grundthese des "Rockstar-Ökonomen" (Financial Times): Im Kapitalismus der letzten Dekaden hat die Ungleichheit dramatische Ausmaße angenommen und wächst stetig weiter – nicht bloß zufällig, sondern mit System. Auf eine Formel gebracht: r > g (die Rendite aus Kapital ist im Normalfall höher als das Wirtschaftswachstum). Damit wird eine kleine Elite immer reicher – und zugleich immer mächtiger. Gerade auch in Deutschland geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander: Das Vermögen der 10 reichsten Deutschen ist größer als das der ärmeren Bevölkerungshälfte (etwa 35 Mio. Menschen) zusammen.
Angesichts des sensationellen Erfolgs der nicht gerade leicht konsumierbaren 900-Seiten-Studie, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, stellt sich die Frage, woher der Hype um Pikettys Buch kommt. Was steht überhaupt drin? Was wird an ihm kritisiert? Und was ist davon zu halten – vom Buch und der Kritik daran? In kompakter, verständlicher Form referiert der Band "Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre" Inhalt und Argumente des monumentalen Werks und erörtert die Kontroversen, die diese "Bibel der Umverteilungspolitiker" (Manager-Magazin) ausgelöst hat; zudem zeigen die beiden Autoren die Grenzen, Widersprüche und Irrtümer der vermeintlichen "Piketty-Revolution" (Krugman) auf.
Stephan Kaufmann, Jahrgang 1965, studierte Wirtschaftswissenschaften in Berlin und Paris. Seit fast 20 Jahren arbeitet er als Wirtschaftsredakteur für verschiedene Tageszeitungen, unter anderem für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau.
Ingo Stützle, Jahrgang 1976, ist Politikwissenschaftler und Redakteur bei der Monatszeitung ak – analyse & kritik sowie der Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft PROKLA. 2013 erschien von ihm das Buch "Austerität als politisches Projekt. Von der monetären Integration Europas zur Eurokrise".
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