Zeichen

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  • Verlag: Meiner
  • 01.06.2013
  • Buch
  • XXII, 568 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-2473-6
Die erste vollständige deutsche Übersetzung der letzten großen Veröffentlichung Merleau-Pontys, "Signes" (1961), liegt nun in einer preisgünstigen Studienausgabe vor. In diesem Text versammelt Merleau-Ponty die wichtigsten seiner philosophischen Aufsätze zur Sprachphilosophie, Ästhetik, Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften, zur Phänomenologie und Philosophiegeschichte sowie weitere kleinere Beiträge, die den politischen Diskussionen im Nachkriegsfrankreich der 50er Jahre gewidmet sind.

Zwischen der Veröffentlichung von Merleau-Pontys bekanntestem Werk, der Phänomenologie der Wahrnehmung im Jahr 1945, und seinem Tod im Jahr 1961 liegen gerade einmal 16 Jahre. In dieser Zeitspanne unternimmt Merleau-Ponty eine Ausweitung und Grundlegung seiner Überlegungen, indem er zum einen das Phänomen der Expressivität in den unterschiedlichsten kulturellen Dimensionen erkundet, um vom Ausdrucksverhalten her eine Kulturphilosophie eigenen Typs zu entwickeln und um zum anderen ein ontologisches Fundament der ästhetischen Stellung des Menschen in der Welt freizulegen. Diese Projekte konnte Merleau-Ponty aufgrund seines frühen Todes nicht mehr vollständig verwirklichen und zusammenführen.

Seine letzte große Veröffentlichung versammelt unter dem Titel Zeichen (Signes) die wichtigsten Beiträge aus jener Zeit und liegt seit 2007 erstmals vollständig in deutscher Übersetzung und jetzt auch als preisgünstige Studienausgabe vor. Sie lässt den Rahmen von Merleau-Pontys Vorhaben erkennen und skizziert die Konturen seiner Überlegungen in den 50er Jahren. Aufgenommen wurden Aufsätze und Essays, die der Sprachphilosophie, der Ästhetik, der Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften sowie der Phänomenologie und Philosophiegeschichte gewidmet sind. Zusätzlich fügt Merleau-Ponty politische Artikel und Stellungnahmen zur kulturellen Situation Frankreichs sowie Interviews hinzu, die belegen, in welche Zeit hinein und aus welcher Situation heraus sich sein Denken realisiert.

Angesichts der Themenvielfalt und der an der Phänomenologie geschulten Dichte der Gedankenführung ist dieser Band insbesondere zur Einführung in das Denken Merleau-Pontys geeignet.
Maurice Merleau-Ponty wird 1908 in Rochefort-sur-Mer geboren. Er besucht die Ecole Normale Supérieure, und lernt dort Sartre, S. de Beauvoir und Hyppolite kennen.
Zu den frühen Einflüssen gehören die Schriften L. Brunschvicgs und Bergsons sowie die Begegnung mit dem Werk Husserls und Heideggers.
Nach kurzem Kriegsdienst ist er bis 1940 als Lehrer tätig und promoviert 1945. Im gleichen Jahr erscheint die Phänomenologie der Wahrnehmung, in dem er Konvergenzen zwischen Phänomenologie und Gestalttheorie untersucht. In seiner Philosophie, die sich von einer Transzendentalphänomenologie zu einer Existentialphänomenologie wandelt, rückt der „Leib“ als Thema ganz ins Zentrum philosophischer Aufmerksamkeit, und zwar nicht als lediglich ein Aspekt der konkreten Existenz unter anderen, sondern als Grundphänomen der Existenz im Sinne eines Mediums und Mittels der Welterfahrung.
Nach einer Lehrtätigkeit als Professor für Kinderpsychologie und Pädagogik an der Sorbonne erfolgt 1952 die Aufnahme ins Collége du France.
Lange Zeit teilt er die redaktionelle Verantwortung für die neugegründete Zeitschrift „Les Temps Modernes“ mit Sartre. 1955 kommt es jedoch zum Zerwürfnis, und Merleau-Ponty verläßt die Redaktion. Er widmet sich in der Spätphase seines wissenschaftlichen Denkens der Arbeit an dem posthum herausgegebenen Werk Das Sichtbare und das Unsichtbare, das durch den Entwurf einer neuen Ontologie gekennzeichnet ist und eine Radikalisierung seiner bisherigen Phänomenologie darstellt. Eine komprimierte Darstellung seiner Wissenschaftskritik, der Rolle des Leibes für Erkenntnistheorie und Ontologie und seiner Philosophie der Malerei und des Sehens aus der Sicht des Spätwerks bietet der Essay Das Auge und der Geist aus dem Jahr 1960. Merleau-Ponty stirbt 1961 in Paris.
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