Hammer und Kichern

Politischer Witz in Osteuropa
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  • Verlag: Wieser
  • 01.06.2012
  • Buch
  • 250 Seiten
  • gebunden
  • ISBN: 978-3-99029-009-5

Als Gattung ist der Polit-Witz aus realsozialistischen Jammertälern ausgestorben, als konservierender Bernstein überlebter Verhältnisse, Führer und Doktrinen ist er unverzichtbar. Und als optimistischer Bruder des kritischen Verstands ist der Witz unsterblich, wann immer politische Trostlosigkeit am Horizont aufzieht – wie Oschlies an „evergreenen“ Kabarettszenen aus Dresden, russischen Scherzliedern von vor 200 Jahren bis zur großen Krise 2008/09 und weiteren Anlässen belegt. Sein Buch ist keine Anthologie des politischen Witzes, keine polit-humoristische Länderkunde, keine Studie zur Psychologie ridiküler Stressbewältigung, keine Hommage an die Größe der kleinen Leute aus verblichenen Großmächten wie der Sowjetunion. Dieses Buch ist von all dem ein bisschen, von weit mehr auch, vor allem aber ist es ein leserfreundlicher Spaß, auf die Gefahr hin, dass dem Leser das Lachen mitunter im Halse stecken bleibt. „Witz ist überlisteter Schmerz“, sagte man in der DDR und minderte Schmerzen mit konspirativer „Kennste den schon“-Witzkultur. Ex-„Ossi“ Wolf Oschlies weiß, wovon er spricht, wenn er DDR-Witze dokumentiert und analysiert. Der studierte Slawist ist nicht minder kompetent, wenn es um Polit-Witze aus dem Bredouille-Dreieck Warschau-Moskau-Belgrad geht.

Ein Moskauer kommt von einer Spanien-Reise zurück und berichtet von einem Stierkampf: Am Anfang lief alles normal, aber als die sowjetische Staatsflagge auftauchte, floss Blut …

Instruktionsstunde über Wachdienst: Soldat Petrov, Sie stehen auf Wache und sehen, wie ein Mensch auf Sie zugekrochen kommt. Was tun Sie? – Ich bringe den Kommandeur vorsichtig ins Bett!



Wolf Oschlies, geb. 1941, wuchs in der DDR auf, studierte in Hamburg, war 36 Jahre lang in der deutschen Osteuropaforschung tätig, zudem von 1977 bis 2005 nebenberuflich als Hochschullehrer an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dem Wieser Verlag ist er seit langen Jahren verbunden – als Autor von Büchern, Essays und als Übersetzer. Zuletzt bei Wieser: Mutter Theresa. Die Jugend in Skopje (2009), Aeroflot bis Zar (2011)

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