Aufstand in Patagonien

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  • Verlag: Alibri
  • 01.10.2010
  • Buch
  • 422 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-86569-910-7
  • AutorInnen: Osvaldo Bayer
  • Buchtitel: Aufstand in Patagonien
  • ISBN: 978-3-86569-910-7
  • Verlag: Alibri
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 422
  • Erscheinung: 01.10.2010
  • Einband: Paperback
  • Format: 145 x 210 mm

Patagonien zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Riesige Ländereien und unermesslicher Reichtum der Besitzer bei gleichzeitiger bitterer Armut der Landarbeiter bestimmen die Verhältnisse im Süden Argentiniens. Doch die Arbeiter sind nicht mehr bereit, die schlechten Arbeitsbedingungen und die unzureichende Bezahlung zu akzeptieren. Nach den ersten Arbeitskämpfen 1920 erreichen sie ein Abkommen mit den Landbesitzern, das diese jedoch nicht einhalten. Weitere Streiks und Besetzungen der großen Landgüter sollen den Forderungen im folgenden Jahr Nachdruck verleihen. Doch die politische Situation hat sich geändert. Das argentinische Militär geht gegen die Streikenden vor und tötet mehr als 1.500 Arbeiter – meist nachdem sie sich bereits ergeben haben. Im Januar 1923 wird der für die Massaker verantwortliche Offizier von dem deutschen Anarchisten Kurt Gustav Wilckens in Buenos Aires erschossen.
Jahrzehnte später rekonstruiert der Historiker und Publizist Osvaldo Bayer die Geschichte dieser Arbeitskämpfe und macht sie erstmals öffentlich. »Aufstand in Patagonien« ist weit mehr als eine historische Dokumentation. Das Buch erzählt uns anschaulich und mit vielen Beispielen die Geschichte der Streiks und die individuellen Schicksale vieler Beteiligten.
»La Patagonia Rebelde«, so der Originaltitel, ist auch heute noch von grundlegender Bedeutung und wird als eines der wichtigsten Bücher für die Geschichte Argentiniens im 20. Jahrhundert eingeschätzt.
Der Roman ist die Grundlage für den gleichnamigen Spielfilm, der 1974 mit dem Silbernen Bären der Filmfestspiele in Berlin ausgezeichnet wurde. Buch und Film waren während der Militärdiktatur (1976-1983) verboten.

Osvaldo Bayer, geboren 1927 in der argentinischen Provinz Santa Fe, Anarchist, Pazifist, Historiker, Autor, Publizist, Übersetzer und Honorarprofessor für Menschenrechte an der Universität Buenos Aires, ist einer der bekanntesten Intellektuellen in Argentinien.

International bekannt wurde er durch sein Drehbuch zu dem Film La Patagonia Rebelde (Aufstand in Patagonien), der 1974 mit dem Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin ausgezeichnet wurde.
Das Buch La Patagonia Rebelde war während der Militärdiktatur verboten. Die Vorführung des Films wurde bereits zuvor unter der Regierung von Isabel Perón von der Zensur untersagt und blieb ein Jahrzehnt lang verboten.
Nach dem Militärputsch von 1976 flüchtete Bayer nach Deutschland und wurde dort einer der bekanntesten Gegner der Diktatur. Seit seiner Rückkehr engagiert er sich für die Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen und wurde 1994 zum einzigen Professor für Menschenrechte der Universität Buenso Aires ernannt. Seit vielen Jahren schon setzt er sich auch für die indigene Bevölkerung Patagoniens ein. Zu diesem Thema produzierte er zusammen mit Mariano Aiello und Kristina Hille den Film »Awka Liwen«, der 2010 in Buenos Aires vorgestellt wurde.

Osvaldo Bayer lebt und schreibt in Buenos Aires und in Deutschland.

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