Antoni Gramsci: Hegemonie - Zivilgesellschaft - Partei

Eine Einführung
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  • Verlag: VSA
  • 01.01.2001
  • Buch
  • 96 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-87975-820-3
Antonio Gramsci war Historiker und Philosoph, Journalist, Literatur- und Kulturkritiker, Politiker, Parteiführer und Theoretiker der sozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung. Er verarbeitete den zeitweiligen Aufstieg des Faschismus in Europa, die widersprüchlichen Entwicklungstendenzen der Modernisierung der kapitalistischen Metropolen in der Zwischenkriegszeit und den in Russland unternommenen Versuch der Transformation in eine sozialistische Gesellschaft. Und: Gramsci hatte ein Gespür für die sich abzeichnende neue gesellschaftliche Betriebsweise des Kapitals (Fordismus) und die sich daraus ergebende Anforderung, marxistische Theorie und Politik auf die Höhe der Zeit zu bringen.

In dieser Einführung werden wesentliche Aspekte näher betrachtet, mit denen Gramsci das marxistische Denken der 20er und 30er Jahre, die Revolutions- und Sozialismustheorie und die kommunistische Politik bereichert, vertieft und korrigiert hat. Harald Neubert stellt Bausteine in Gramscis politisch-theoretischem Entwicklungsgang vor.

Antonio Gramsci vertrat eine – von heute aus betrachtet – sehr weitsichtige These:
»Marx leitet intellektuell eine Geschichtsepoche ein, die vermutlich Jahrhunderte dauern wird, nämlich bis zum Verschwinden der politischen Gesellschaft und dem Aufkommen der regulierten Gesellschaft.«

Inhalt
1. Person und Werk Gramscis
2. Unterschiedliche Rezeptionen
3. Gramscis Revolutionsverständnis in der sich verändernden Realität der 20er Jahre
4. Aspekte des marxistischen Theorieverständnisses
5. Zu Struktur- und Funktionsproblemen in der marxistischen Gesellschaftstheorie
6. Hegemonie und Machtausübung
7. Die Rolle der Partei und der subjektiven Faktoren
8. Gramsci und das Scheitern sozialistischer Ordnungen
9. Nationale und internationale Dimensionen der Arbeiterbewegung
Personen- und Sachregister
Harald Neubert, Prof. Dr., Jahrgang 1932, 1952 - 57 Geschichtsstudium an der Universität Leningrad, 1964 Promotion an der Humboldt-Universität mit einer Arbeit zum frühen Mittelalter Italiens; 1970 - 1990 Lehrstuhlleiter bzw. Direktor des Instituts für internationale Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften in Berlin; 1974 Habilitation mit einer Arbeit zur Geschichte der italienischen Arbeiterbewegung der neuesten Zeit; Forschungen und Veröffentlichungen zur Geschichte, Politik und Theorie der Arbeiterbewegung, vornehmlich kapitalistischer Länder Europas, zur Entwicklung der europäischen Nachkriegsordnung und des Ost-West-Verhältnisses.
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