Leibniz' Philosophie

Über die Einheit von Metaphysik und Wissenschaft
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  • Verlag: Meiner
  • 14.07.2016
  • Buch
  • 528 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-2859-8
  • AutorInnen: Poser Hans
  • Buchtitel: Leibniz' Philosophie
  • Untertitel: Über die Einheit von Metaphysik und Wissenschaft
  • ISBN: 978-3-7873-2859-8
  • Verlag: Meiner
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 528
  • Erscheinung: 14.07.2016
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): Blaue Reihe
Umfassende Darstellung und Einführung in alle wichtigen Bereiche des Leibniz’schen Denkens von dem bedeutenden Leibniz-Forscher Hans Poser.

Dreihundert Jahre nach Leibniz’ Tod ist sein Denken so aktuell wie eh und je. Nicht nur, dass wir in der Infinitesimalrechnung die von ihm eingeführten Symbole verwenden oder uns in allen Computersprachen seiner binären Codierung von Begriffen und Aussagen bedienen – es sind vielmehr die Fragen nach dem Verhältnis von Ich und Welt, von Möglichkeit und Notwendigkeit, von Wissenschaft und Metaphysik, von Sein und Sollen, mit denen wir uns in der wissenschaftlich-technischen Welt von heute in ganz ähnlicher Weise konfrontiert sehen wie Leibniz.

In vier Jahrzehnten seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit hat sich Hans Poser, einer der gegenwärtig bedeutendsten Leibniz-Forscher, mit beinahe allen Aspekten des Leibniz’schen Denkens befasst und legt mit diesem Band eine systematisch angeordnete Zusammenführung seiner Überlegungen vor, die um das spannungsvolle Verhältnis von Metaphysik und Wissenschaft und deren Voraussetzungen kreisen. Neben einer Einführung in Leben und Werk (I.) enthält der Band umfangreiche Kapitel zu den Themenbereichen Logik, Modalität, Zeichen und Sprache (II.), zur Metaphysik (Monadenlehre, Theodizee, Nouveau Essais – III.), zu Leibniz’ Wissenschaftsauffassung (IV.) sowie zu Leibniz als Erfinder, Ingenieur und Wissenschaftsorganisator (V.). Darstellungen zu Leibniz’ Unterstützung der jesuitischen China-Mission, zur Rechtsphilosophie und zur Universalharmonie (VI.) schließen den Band ab.

Im Leibniz-Jahr 2016 liegt damit eine Gesamtdarstellung des Leibniz’schen Denkens vor, die auf Grund der klaren Gliederung des Bandes und der guten Lesbarkeit der einzelnen Abschnitte auch als Einführung in leibnizisches Philosophieren gelesen werden kann.

  • Inhaltsverzeichnis5
  • Vorwort des Herausgebers11
  • I. Einführung – Leben und Werk13
  • Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716)15
  • 1. Lebensweg16
  • 2. Das Werk21
  • 3. Wirkung46
  • II. Grundlagen – Logik, Modalität, Zeichen und Sprache49
  • Zum logischen und inhaltlichen Zusammenhangder Modalbegriffe bei Leibniz51
  • 1. Allgemeine Bemerkungen zur Rolle der Modalbegriffe51
  • 2. Die Bestimmung der reinen Modalbegriffe in den Elementa juris naturalis55
  • 3. Die Bestimmung der Modalbegriffe in den Generales Inquisitiones59
  • Leibniz’sche Handlungsmodi zwischen Ontologie und Deontologie66
  • 1. Die systembildende Kraft von Modalbegriffen66
  • 2. Logische als ontische Modalitäten69
  • 3. Deontisch-juridische Modalitäten74
  • 4. Das Prinzip des Besten, moralische Notwendigkeit und Freiheit76
  • 5. Das Problem der Existenz79
  • 6. Die Geistmonade als handelndes Wesen82
  • Signum, notio und idea.Elemente der Leibniz’schen Zeichentheorie87
  • 1. Die Bedeutung einer Zeichenkunst87
  • 2. Die Zeichenträger: signum und character89
  • 3. Die Designata: notio, res und idea90
  • 4. Die Denotation: expressio und analogia92
  • 5. Die vollkommene Charakteristik als imago creationis94
  • 7. Der Ursprung der Denotation und die natürlichen Sprachen98
  • 8. Schlussbemerkungen101
  • Der Begriff der Idee bei Leibniz103
  • 1. Von Platon zu Leibniz103
  • 2. Quid sit Idea105
  • 3. Idea vera und idea falsa106
  • 4. Idea, notio und die regio idearum107
  • 5. Die Erkenntnis der Ideen110
  • Zeichentheorie und natürliche Sprache bei Leibniz115
  • 1. Exprimere in der Monadenlehre116
  • 2. Begriffstheorie117
  • 3. Erkenntnistheorie und Zeichentheorie119
  • 4. Zeichen und Idee122
  • 5. Repraesentatio und Analogie123
  • 6. Die vollkommene Characteristica als Imago creationis124
  • 7. Grammatica Rationis und natürliche Sprachen125
  • 8. Sprachphilosophie127
  • 9. Sprache und Weltsicht131
  • 10. Ausblick133
  • III. Metaphysik: Monadenlehre – Theodicée –Nouveaux Essais135
  • Entelechie und Monade. Zu einem Kapitel neuzeitlicher Aristoteles-Rezeption137
  • 1. Philosophia perennis137
  • 2. Aristoteles’ Entelechiebegriff139
  • 3. Die frühneuzeitliche Philosophie als Anti-Aristotelismus143
  • 4. Leibniz’ Descartes-Kritik147
  • 5. Die Monade als Substanz149
  • 6. Philosophia perennis renovata159
  • Ens et unum convertuntur.Zur Leibniz’schen Einheit der Monade162
  • 1. Ens et unum in der Tradition163
  • 2. Leibnizens Unterscheidung von unum per seund unum per accidens164
  • 3. Ontologie und Begriffstheorie166
  • 4. Das modale Problem der Einheit169
  • 5. Die Unio als principe actif170
  • Perzeptionen und Appetitus: Die inneren Prinzipien der Monaden und ihreontisch-epistemische Hierarchie174
  • 1. Die individuelle Substanz174
  • 2. Perzeptionen als nichtbewusste und bewusste Monadenzustände178
  • 3. Appetitus: Die innere Dynamik der Substanzen als Strebung180
  • 4. Die Grade der Erkenntnis als Grade der Perzeption181
  • 5. Die petites perceptions und die Gründe für ihre Existenz185
  • 6. Die Repräsentationsfunktion der Perzeptionen187
  • Der Appetitus der Monade: Die Evolution von Werden und Erkennen189
  • 1. Denken als Apperzeption der Monade190
  • 3. Vis activa194
  • 4. Mens agit195
  • 5. Denken und Finalität197
  • 6. Schluss200
  • Phaenomenon bene fundatum. Leibnizens Monadologie als Phänomenologie202
  • 1. Leibniz und die Phänomenologie202
  • 2. Leibnizens Phänomenbegriffe203
  • 3. Reale und imaginäre Phänomene207
  • 4. Metaphysik der Phänomene212
  • Leibniz’ dreifaches Freiheitsproblem218
  • 1. Die Freiheit Gottes219
  • 2. Die Freiheit des Individuums222
  • 3. Freiheit und durchgängige Kausalität225
  • Zwischen Instinkt und Vernunft. Leibniz’ Konzept der Willensfreiheit in den Nouveaux Essais228
  • 1. Instinkt und psychische Kausalität229
  • 2. Instinkt und Vernunft231
  • 3. Freier Wille in den Nouveaux Essais235
  • 4. Zusammenstimmung von Freiheit und Instinkt238
  • Von der Zulassung des Übels in der besten Welt. Über Leibniz’ Theodizee247
  • 1. Der Spott Voltairs247
  • 2. Leibniz und das Theodizeeproblem248
  • 3. Der Grundgedanke der Leibniz’schen Theodizee252
  • 4. Die Prinzipien und die möglichen Welten254
  • 5. Das Reich der Ideen und der möglichen Welten257
  • 6. Das Übel in der Welt259
  • 7. Das Freiheitsproblem264
  • 8. Der Mensch als Richter266
  • Leibniz und der Gedanke einer universellen Harmonie272
  • 1. Einheit und Vielheit272
  • 2. Die musikalische Harmonie274
  • 3. Das Empfinden und Denken der Harmonie277
  • 4. Die Einheit der Monade und die prästabilierte Harmonie281
  • 5. Die Universalharmonie284
  • 6. Die menschliche Schöpfung: Harmonie in der Vervollkommnung der Welt286
  • IV. Zwischen Metaphysik und Wissenschaft289
  • Leibniz’ Metaphysik heute: Die Synthese von Panlogismus und Pandynamismus291
  • 1. Der Wandel der Deutungen der Leibniz’schen Metaphysik291
  • 2. Die Grundlage der Dynamik293
  • 3. Die drei modalen Stufen facultas – dispositio – potentia297
  • 4. Die Leibniz’sche Verwendung der Modalia im Lichte der drei Stufen298
  • 5. Die dritte Stufe: Potentia oder vis301
  • 6. Der Ursprung der Dynamik: Potentia Dei304
  • 7. Leibniz heute307
  • Analogia und Expressio bei Leibniz312
  • 1. Der Begriff der Analogie313
  • 2. Leibniz’ Aussagen zur Analogie314
  • 3. Expressio und Analogia320
  • Leibnizens Theorie der Relationalität von Raum und Zeit323
  • 1. Newtons Raum- und Zeitmetaphysik324
  • 2. Raum und Zeit als Ordnungsstrukturen327
  • 3. Die Widerlegung der Absolutheit von Raum und Zeit durch das Prinzip des zureichenden Grundes329
  • 4. Gegen die Substantialisierung des Raumes331
  • 5. Erkenntnistheoretische und methodologische Kritik333
  • 6. Physik und Metaphysik335
  • Die Idee der Unendlichkeit und die Dinge. Infinitum und Immensum bei Leibniz339
  • 1. Infinitum, indefinitum und immensum340
  • 2. Teil und Einheit342
  • 3. Raum und Zeit344
  • 4. Dinge und Monaden345
  • 5. Die Erkennbarkeit des Unendlichen347
  • Erfinden als Wissenschaft. Leibniz’ Ars inveniendi350
  • 1. Projekte einer Ars inveniendi als Ars combinatoria350
  • 2. Die Leibniz’sche Ars combinatoria355
  • 3. Von der Kombinatorik zur Ars inveniendi360
  • 4. Die Infinitesimalrechnung als Paradigma364
  • 5. Einbettung und Ausweitung367
  • 6. Von den notwendigen Wahrheiten zur Kontingenz371
  • 7. Aufnahme und Weiterführung bei Christian Wolff373
  • 8. Heutige Bemühungen um eine Entwurfswissenschaft376
  • V. Theoria cum praxi379
  • Erfindungen für das bonum commune. Leibniz als Ingenieur381
  • 1. Die Mehrung des Gemeinwohls382
  • 2. Technik als Arbeitserleichterung385
  • 3. Technik als Freisetzen für Besseres388
  • 4. Technik zur Vergrößerung des Ansehens des Erfinders393
  • 5. Technik zur Vergrößerung der Einnahmen des Erfinders und des Landesherren395
  • 6. Theoretische Erkenntnis, Erfindung, Dialog und Transformation in der Praxis405
  • Leibniz und seine Pläne zur Aufrichtung einer Societät der Wissenschaften408
  • 1. Akademiepläne der Mainzer Zeit409
  • 2. Die Praxis zur Theorie: Die Berliner Societät415
  • 3. Die Akademien von Wien und St. Petersburg420
  • Die Schwierigkeit, Theorie und Praxis zu vereinen: Das Akademiekonzept und die Technikwissenschaften423
  • 1. Die nützliche Akademie423
  • 2. Leibniz als Erfinder425
  • 3. Theoretische und praktische Wissenschaft427
  • 4. Systematik als Voraussetzung praktischer Wissenschaft430
  • 5. Die Maschinenmetapher433
  • 6. Die Erfindung des Neuen437
  • 7. Die Akademie und die Technikwissenschaften439
  • VI. Epilog447
  • Propagatio fi dei per scientias. Leibniz’ Gründe für die Unterstützung der jesuitischen China-Mission449
  • 1. Wissenschaft und Lebenssinn449
  • 2. Die jesuitische China-Mission450
  • 3. Die Novissima Sinica452
  • 4. Die Seinsordnung als Rechtsordnung: Die Justitia universalis453
  • 5. Die Grundprinzipien455
  • 6. Das Prinzip des Besten und die Universalharmonie456
  • Abkürzungen der Leibniz-Schriften und -Ausgaben461
  • Nachweise erster Veröffentlichungen463
  • Anmerkungen467

Hans Poser ist Professor emeritus für Philosophie an der Technischen Universität in Berlin und einer der bedeutendsten Leibniz-Forscher der Gegenwart.
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