Transformationen in Osteuropa im 20. Jahrhundert

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  • Verlag: UTB
  • 20.11.2013
  • Buch
  • 272 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-8252-3983-1
  • AutorInnen: Dieter Segert
  • Buchtitel: Transformationen in Osteuropa im 20. Jahrhundert
  • ISBN: 978-3-8252-3983-1
  • Verlag: UTB
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 272
  • Erscheinung: 20.11.2013
  • Einband: kartoniert
  • Reihe (Titel): UTB
  • Bandnummer: 3983
Osteuropa hat im 20. Jahrhundert zwei große Transformationen erlebt. Warum ist der Staatssozialismus dort entstanden? Was waren seine grundlegenden Probleme? Welches Erbe hat er hinterlassen? Was können wir im Westen aus dem radikalen Wandel des Ostens über die Gefährdungen unserer eigenen Ordnung lernen?

Der Wiener Politikwissenschaftler Dieter Segert führt mit diesem Buch in die „Area Studies“ zu Osteuropa ein und diskutiert den Zusammenhang der Politikwissenschaft mit anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit den Staaten des östlichen Europa beschäftigen.

Inhalt 
Abkürzungsverzeichnis 8

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 9

Vorwort 11

1 Einführung: Politikwissenschaftliche Regionalstudien zu Osteuropa 13

1.1 Osteuropaforschung im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft 13

1.2 Disziplinäre Zuordnung der Regionalstudien über Osteuropa innerhalb der Politikwissenschaft als Wissenschaftsdisziplin 15

1.3 Ist Osteuropa nach dem Ende des Staatssozialismus überhaupt noch eine Region im Sinne der Regionalstudien? 19

I Osteuropas erste große Transformation im 20. Jahrhundert 27

2 Die Entstehung des modernen Osteuropas nach dem Ersten Weltkrieg 29

3 Die Entstehung des Staatssozialismus unter den spezifischen Bedingungen Russlands 46

3.1 Warum konnten die „Bolschewiki“ sich überhaupt an der Macht halten? 47

3.2 Der klassische Sozialismus 53

3.3 Alternative Deutungsangebote für die Herausbildung, das Funktionieren und den Zusammenbruch des Staatssozialismus 58

4 Ausbreitung, Ausdifferenzierung und Wandel des Staatssozialismus 67

4.1 Ursachen und Folgen der Ausdehnung des Staatssozialismus auf Ostmittel- und Südosteuropa 68

4.2 Varianten des Staatssozialismus und Akteure seines Wandels nach dem Ende der klassischen Phase 73

4.3 Abweichende Modelle des Staatssozialismus 85

5 Krisen, Reformen und Niedergang des sowjetischen Staatssozialismus 107

5.1 „Prager Frühling“: Die Richtung der Reformen und ihre Akteure 109

5.2 Polnische Solidarność: Arbeiter gegen den Staatssozialismus 118

5.3 Gorbačёv – ein Held des Rückzugs? 126

5.4 DDR am Ende: Sieg der Nation über die Klasse? 131

II Die zweite große Transformation Osteuropas nach 1989 147

6 Theoretische Konzepte der Transformationsforschung, ihre Erkenntnismöglichkeiten und weißen Flecken 149

6.1 Zur begrifflichen Einführung: „Revolution“, „Systemwechsel“, „Transformation“ 149

6.2 Der Mainstream der Transformationsforschung der 1990er Jahre: das Konzept einer „Transition to Democracy“ 151

6.3 Thomas Carothers’ Kritik am „Transition to Democracy“-Paradigma 161

6.4 Das andere Extrem: „Politische Kultur“ als Transformationshindernis 164

6.5 Komplexere Deutungsmodelle: „Pfadabhängigkeit“ und „Dilemma der Gleichzeitigkeit“ 167

6.6 Postsozialismuskonzepte 171

6.7 Kurzes Resümee 180

6.8 Exkurs: Die Messung der Demokratisierungserfolge und ihre Defizite 181

7 Wirtschaftliche Transformationsprozesse und ihre Resultate 185

7.1 Aufgaben der wirtschaftlichen Transformation von der spätsozialistischen Staatswirtschaft zu einer Form von Marktwirtschaft 185

7.2 Unterschiedliche Strategien und Geschwindigkeiten des Wandels 189

7.3 Wirtschaftliche Ergebnisse und soziale Auswirkungen der ersten Phase der wirtschaftlichen Reformen 191

7.4 Zweite Phase der Transformation: Verlauf von Privatisierung und Umstrukturierung 197

7.5 Warum war die chinesische wirtschaftliche Transformation erfolgreicher als die postsowjetische? 205

8 Konturen der entstehenden posttransformatorischen Gesellschaft in Osteuropa 208

8.1 Welcher Typ von Gesellschaft ist entstanden? 208

8.2 Die ambivalente soziale Bilanz des Systemwechsels 213

8.3 Auseinanderdriften der Gesellschaften und politische Entfremdung 216

9 Funktionierende Staatlichkeit als Problem der Transformation 223

9.1 Auseinanderbrechen multinationaler Staaten und Entstehung neuer Nationalstaaten 223

9.2 Ursachen der Gewalt im Prozess der Staatenneubildung – ein Vergleich zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien 227

9.3 Defizitäre Staatlichkeit als Ergebnis der Transformation 231

10 Aus Osteuropa für die Demokratietheorie lernen 235

10.1 Russland und Ungarn: Unterschiedliche Arten einer Krise der Politik oder nur verschiedene Ausprägungen desselben Problems? 236

10.2 Geringe Unterstützung der Demokratie durch die Verlierer der Transformation als Ursache der Demokratieprobleme 244

10.3 Fragen an die Demokratietheorie aus dem Vergleich zwischen Osteuropa und den „etablierten Demokratien“ des Westens 249

Literatur 253

Namensverzeichnis 270

Sachverzeichnis 271


Prof. Dr. Dieter Segert lehrt "Area Studies" zu Osteuropa am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und ist Stellvertretender Sprecher der Forschungsplattform "Osteuropastudien".
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