Atom

Die Geschichte des nuklearen Irrtums
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  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 04.04.2011
  • Buch
  • 592 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-462-04373-0
Was Kernkraftwerke mit Atombomben zu tun haben - warum wir uns so rasch wie möglich von der Nukleartechnologie verabschieden müssen.

Stephanie Cooke lüftet das schmutzige Geheimnis der Atomindustrie: den unlösbaren Zusammenhang zwischen der "friedlichen" und der militärischen Nutzung der Kernenergie. Ihre umfassende und spannend erzählte Geschichte des Nuklearzeitalters - von der Hiroshima-Bombe bis Tschernobyl, von dem Versprechen einer billigen, sauberen Energie bis zu hin zum Klimaargument der "Brückentechnologie" - zeigt, das wir uns umgehend von der Atomtechnologie verabschieden müssen, wenn wir weitere Katastrophen wie zuletzt im japanischen Fukushima verhindern wollen.

Diese umfassende Geschichte des Nuklearzeitalters, die mit dem von L. Robert Oppenheimer geleiteten Manhattan-Projekt einsetzt, mit dem die USA während des Zweiten Weltkriegs die Atombombe entwickelten, erscheint zur rechten Zeit. Die "nukleare Renaissance", die nach Meinung ihrer Befürworter im Kampf gegen den Klimawandel vonnöten sei und die in Deutschland mit der 2010 beschlossenen Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken eingeläutet wurde, scheint nach dem Desaster im japanischen Fukushima weltweit von einer neuen Nachdenklichkeit abgelöst zu werden. Zugleich wächst die Sorge vor einer weiteren Verbreitung von Atomwaffen.

Zu Beginn dieses sonderbaren Zeitalters, dessen abgründige Seiten Cooke intensiv beleuchtet, wollte man glauben, dass die Atombombe Kriege für immer verhindern würde. Und es herrschte ein naiver Fortschrittsglaube an eine saubere, billige und ewig zur Verfügung stehende Energiequelle. Was Politiker, Militärs und Energiekonzerne stets verschwiegen: Bombe und AKW sind siamesische Zwillinge, und die Propaganda für "sauberen" Atomstrom war stets auch dem Streben nach waffenfähigem Spaltmaterial geschuldet.

Keines der Probleme, die mit dieser Technologie verbunden sind, ist gelöst: Die Endlagerfrage für hoch radioaktiven Atommüll ist weltweit nicht beantwortet, die Sicherheit von AKWs nicht gewährleistet, und es gibt immer noch Zehntausende von Atomsprengköpfen auf der Welt, die die Menschheit mehrfach auslöschen könnten. Dieses Buch ist ein Appell, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.
Stephanie Cooke beschäftigt sich seit den 80er-Jahren mit der Atomindustrie. Zurzeit arbeitet sie für die Energy Intelligence Group und schreibt für das Bulletin of Atomic Scientists. Nach 20 Jahren in London ist sie in die USA zurückgekehrt und lebt mit ihrem Sohn in Kensington, Maryland.
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