Von weißen Nächten und roten Tagen

Zwölf Reportagen aus der Sowjetunion
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  • Verlag: Promedia
  • 11.03.2013
  • Buch
  • 176 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-85371-356-3
  • AutorInnen: Arthur Koestler
  • Buchtitel: Von weißen Nächten und roten Tagen
  • Untertitel: Zwölf Reportagen aus der Sowjetunion
  • ISBN: 978-3-85371-356-3
  • Verlag: Promedia
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 176
  • Erscheinung: 11.03.2013
  • Einband: Paperback
  • Format: 120 x 200 mm

Arthur Koestler war einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Doch sein erstes Buch, das 1934 auf Deutsch erschien, blieb weitgehend unbekannt und gilt heute als verschollen. Im Reportageband "Von weißen Nächten und roten Tagen" fasste Koestler seine Eindrücke aus zwei Reisen zusammen, die er im Sommer 1931 und im Herbst 1932 tief im Inneren der Sowjetunion unternahm.

1931 startet das Luftschiff "Graf Zeppelin" in Friedrichshafen am Bodensee zu einem Flug in die Arktis. An Bord befindet sich neben deutschen und russischen Wissenschaftlern auch ein Berichterstatter der "Vossischen Zeitung", der 25-jährige Arthur Koestler. Sein Arbeitgeber, der Ullstein Verlag, unterstützt die Expedition mit finanziellen Zuwendungen und erhält dafür das Nachrichtenmonopol auf die Berichte über das Abenteuer.

Der Zeppelin fliegt über Berlin und Leningrad in die arktische Weite, um in bis dahin unbekannte Regionen vorzudringen und diese mit Hilfe der Messgeräte an Bord zu kartografieren. Koestler berichtet von diesen Entdeckungen ebenso anschaulich und lebendig wie auch von den faszinierenden Eindrücken, die der Blick von oben auf Tundralandschaften, Eisberge und unbenannte Inseln bietet. Koestlers Wortwitz, seine ironischen Bemerkungen zur patriotischen Begleitmusik der Expedition, seine geschickt verpackte Kritik an den kommerziellen Hintergründen des Zeppelin-Flugs und dem wissenschaftlichen Betrieb ergänzen auf amüsante Art die Anekdoten über die Fahrt mit dem Luftschiff.

Die zweite Reise führt Koestler per Bahn und Auto in die "Sowjet-Peripherien". Besonderes Augenmerk schenkt er den gewaltigen Leistungen der Sowjetgesellschaft. Gleichzeitig bewahrt er seinen kritischen Blick. Während die Reise immer weiter nach Osten geht, von Jaroslawl über Nischni Nowgorod bis nach Eriwan, Baku, Turkmenistan und an die afghanische Grenze, sieht Koestler die Schwierigkeiten, mit denen der Vielvölkerstaat zu kämpfen hat. Hunger und Armut nimmt er ebenso wahr wie die mühevolle Einbindung der verschiedenen Völker und Stämme in die sowjetische Gesellschaft.

Koestlers humorvolle Sprache macht das Zeitdokument zu einem leicht lesbaren Streifzug durch eine längst untergegangene Welt


Arthur Koestler, geboren 1905 in Budapest, wirkte als Journalist, Essayist und Schriftsteller. Anfänglich dem Zionismus zugewandt, trat er in den 1930er-Jahren der Kommunistischen Partei bei.
Mit seinem bekanntesten Roman "Sonnenfinsternis" (1940) und nachfolgenden Essays verfasste er eine scharfe Kritik an der Sowjetunion unter Stalin. Nach dem Krieg wandte er sich naturwissenschaftlichen Themen zu. 1983 schied Koestler freiwillig aus dem Leben.

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