Scito te ipsum [Ethica]. Erkenne dich selbst Lateinisch / Deutsch

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  • Verlag: Meiner
  • 09.04.2014
  • Buch
  • XCIII, 178 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-2703-4
  • AutorInnen: Abaelard Peter
  • Buchtitel: Scito te ipsum [Ethica]. Erkenne dich selbst Lateinisch / Deutsch
  • ISBN: 978-3-7873-2703-4
  • Verlag: Meiner
  • Produktart: Buch
  • Seiten: XCIII, 178
  • Erscheinung: 09.04.2014
  • Einband: Paperback
  • Reihe (Titel): Philosophische Bibliothek
  • Bandnummer: 578
In seiner "Ethica" erhob Abaelard (1079–1142) das Gewissen des Einzelnen zum obersten Kriterium für die Beurteilung der Moralität einer Handlung; diese Ausgabe bietet den berühmten Text erstmals in deutscher Übersetzung.

In dieser zwischen 1135 und 1139 verfaßten Schrift, der er zwei Titel gab: Ethica oder Scito te ipsum (Erkenne dich selbst), erörtert Abaelard die Frage nach dem Guten und dem Bösen, vor allem aber erstmals die Bedeutung des Gewissens für die Selbstbestimmung des Menschen.

Er unterscheidet zwischen der Schwäche des Menschen, die durch Selbstbeherrschung überwunden werden kann, und der Sünde, die darin besteht, sich den eigenen Schwächen zu unterwerfen. Seine These, das Gewissen sei die oberste Instanz der Moral und die Moralität oder Verwerflichkeit einer Handlung bestimme sich daher aus der Gesinnung des Handelnden, führte ihn zu der Folgerung, daß derjenige, der böse handelt, ohne es doch selbst zu wissen, dadurch noch nicht schuldig wird - sondern erst dann, wenn er entgegen besserer Einsicht, die ihm aufgegeben und möglich ist, das Böse wählt.

Diese Behauptung stieß bei den Zeitgenossen und der Kirche auf Kritik und führte (neben anderen Punkten seiner theologischen Lehre) zur Verurteilung Abaelards auf dem Konzil von Sens (1141); wirkungsgeschichtlich gewann sie gleichwohl große Kraft und Bedeutung, da durch diesen Gedanken die überkommene Doxa, allein der Verstoß gegen moralisch geltende Regeln gebe den Maßstab dafür ab, ein Individuum der Sünde zu bezichtigen, dahingehend zu relativieren, daß nur der sich schuldig macht, der auch wußte, daß er eine Verfehlung begeht.

Aus diesem Grund zählt die Schrift zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Die Ausgabe präsentiert sie erstmalig in einer vollständigen deutschen Übersetzung. Beigegeben sind der lateinische Text und eine kompetente Einleitung, die die besondere Stellung dieser Schrift im Gesamtwerk Abaelards prägnant vor Augen führt.
Peter Abaelard wird 1079 in der Nähe von Nantes geboren. Nach Ausbildungsjahren bei Roscelin von Compiègne vervollständigt er seine Studien bei Wilhelm von Champeaux. 1111 entschließt sich Abaelard, das Studium der Theologie aufzunehmen und beginnt zwei Jahre später in Paris Dialektik und Theologie zu lehren. Die Verbindung zu seiner Schülerin Héloise, die auf dramatische Weise 1119 zu seiner Entmannung führt, wird Gegenstand der Weltliteratur.
Ab 1117 arbeitet Abaelard an der Dialectica, die seine Ausarbeitungen zur Logik enthält. Als 1120 die Theologia Summi boni erscheint, wird gegen den „Sokrates der Gallier“ der erste Häresieprozess angestrengt. Sic et non (entst. zwischen 1121 und 1140) begründet Abaelards Ruf als Begründer der Scholastik. Die hier entwickelte dialektische Methode der Wahrheitsfindung führt das Verhältnis von Autorität und menschlicher Vernunft vor und führt zu einer zweiten Anklage wegen Ketzerei. Die Unterwerfung unter die kirchliche Autorität ermöglicht es Abaelard schließlich, seine Tage im Kloster zu beschließen. Er stirbt 1142.
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