Die Philosophie der Aufklärung

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  • Verlag: Meiner
  • 01.04.2007
  • Buch
  • 408 Seiten
  • Paperback
  • ISBN: 978-3-7873-1796-7
Neuausgabe mit dem Text der Ausgabe »Ernst Cassirer. Gesammelte Werke, Bd. 15« (2003) in der alle Zitate und Literaturangaben Cassirers durchgängig überprüft und gegebenenfalls berichtigt sowie von Cassirer in deutscher Übersetzung angeführte Zitate in der Originalsprache hinzugefügt wurden.

Dem Band ist eine Einleitung des Herausgebers beigegeben, in der über die Entstehungs-, aber auch über die unmittelbare Rezeptionsgeschichte des Buches berichtet wird.

Ernst Cassirers 1932 erschienene Darstellung der »Philosophie der Aufklärung« zählt zu den herausragenden Standardwerken zur Bestimmung der Leitgedanken der Epoche. »Die eigentliche 'Philosophie' der Aufklärung ist und bleibt«, so Cassirer, »etwas anderes als der Inbegriff dessen, was ihre führenden Denker […] gedacht und gelehrt haben«. Entsprechend sah er das auszeichnende Merkmal seiner historischen Rekonstruktion der Epoche darin, »daß sie nicht die Geschichte der einzelnen Denker und ihrer Lehren, sondern eine reine Geschichte der Ideen der Aufklärungszeit zu geben suchte, und daß sie diese Ideen selbst nicht nur in ihrer abstrakt-theoretischen Fassung darlegen, sondern in ihrer unmittelbaren Wirksamkeit aufzeigen und sichtbar machen wollte«.

  • Inhaltv
  • Einleitungvii
  • Bibliographie der Rezensionenxxi
  • Die Philosophie der AufklärungV
  • VorredeIX
  • Erstes Kapitel. Die Denkform des Zeitalters der Aufklärung1
  • Zweites Kapitel. Natur und Naturerkenntnis im Denken der Aufklärungsphilosophie37
  • Drittes Kapitel. Psychologie und Erkenntnislehre97
  • Viertes Kapitel. Die Idee der Religion140
  • Fünftes Kapitel. Die Eroberung der geschichtlichen Welt206
  • Sechstes Kapitel. Recht, Staat und Gesellschaft245
  • Siebentes Kapitel. Die Grundprobleme der Ästhetik288
  • Abkürzungen377
  • Schriftenregister379
  • Personenregister403

Ernst Cassirer wird 1874 in Breslau geboren. Er studiert Jura, Literatur und Philosophie in Berlin, wechselt aber dann nach Marburg und schließt sich der Marburger Schule des Neukantianismus an. 1899 erfolgt die Promotion mit einer Schrift über Descartes bei Paul Natorp. Nach seiner Habilitation 1906 hält Cassirer als Privatdozent Lehrveranstaltungen in Berlin und folgt dann 1919 einem Ruf an die neugegründete Universität in Hamburg. Hier kommt es zu einer außerordentlich fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg, in der der Grundstein für die Entwicklung seines Hauptwerkes Die Philosophie der symbolischen Formen gelegt wird. In diesem dreibändigen Werk (1923-29) wird der Entwurf einer systematischen Philosophie der Kultur unternommen. Dem Begriff der symbolischen Formen, in denen sich menschliches Erleben mit Hilfe z. B. von Sprache, Kunst, Mythen oder Wissenschaft ausdrückt, kommt dabei die Funktion zu, einen geistigen Bedeutungsgehalt mit einem sinnlichen Zeichen zu verknüpfen. Kultur ist in diesem Zusammenhang die Sinnschöpfung des Menschen durch Symbole, was dem Umstand Rechnung trägt, daß es auch primitivere Formen der Welterkenntnis gibt.
1933 emigriert Ernst Cassirer über England nach Schweden und nimmt die schwedische Staatsbürgerschaft an. Acht Jahre später übersiedelt er mit seiner Frau und drei Kindern nach Amerika, wo er bis zu seinem Tod 1945 verschiedene Lehrtätigkeiten ausübt.
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