Wiener Kreis

Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung von Rudolf Carnap, Otto Neurath, Moritz Schlick, Philipp Frank, Hans Hahn, Karl Menger, Edgar Zilsel und Gustav Bergmann
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  • Verlag: Meiner
  • 01.05.2009
  • Buch
  • CIV, 699 Seiten
  • festgebunden
  • ISBN: 978-3-7873-1933-6
Am Wiener Kreis scheiden sich die Geister, trat er doch mit dem dezidierten Anspruch auf, mit den Mitteln der modernen Logik den metaphysischen Schutt von Jahrtausenden aus dem Weg zu räumen. Statt als eine homogene Bewegung, die sich empiristischen Dogmen verschrieb, erscheint der Wiener Kreis in der philosophischen Forschung jedoch heute als eine heterogene Gruppe von eigenständigen Denkern, die gemeinsam die Grundlagen der modernen Wissenschaftstheorie legten. In jeweils spezifischer Weise setzten sie sich von der philosophischen Tradition ab oder versuchten, einzelne Teile davon in die wissenschaftliche Weltauffassung zu integrieren.

Der Band enthält eine repräsentative Auswahl von Aufsätzen der Mitglieder des Wiener Kreises. Sie beschränkt sich mit Ausnahme dreier Frühschriften der Gründer bewußt auf die Jahre des historischen Kreises vom Beginn der Treffen 1924 bis zur Ermordung Schlicks 1936, obwohl einige der Hauptideen erst in den USA ihre volle Wirkung entfalteten und von dort Ende der sechziger Jahre wieder in die deutschsprachige Philosophie zurückwirkten.

In ihrer Einleitung skizzieren die Herausgeber die historische Entwicklung des Kreises und erläutern die zentralen thematischen Fragestellungen. Die Anmerkungen identifizieren die internen wie externen Opponenten und erklären den Kontext der zeitgenössischen Wissenschaft.

Der Wiener Kreis war eine Gruppe von Philosophen und Wissenschaftstheoretikern, die sich ab 1922 unter der Leitung von Moritz Schlick wöchentlich in Wien trafen. Zentrales Anliegen der Gruppe war das Bemühen um eine wissenschaftliche Weltauffassung. Sie erreichte schnell internationale Geltung, bis ihre Arbeit durch Faschismus und Nationalsozialismus unterbrochen wurde. Die namhaften Mitglieder des Wiener Kreises wurden zur Emigration gezwungen, beeinflußten die Entwicklung der Wissenschaftstheorie aber auch nach 1945 maßgeblich.

  • InhaltV
  • Einleitung der HerausgeberIX
  • Wiener Kreis – Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung1
  • I. Programmschriften1
  • 1.1 Verein Ernst Mach (Hg.): Wissenschaftliche Weltauffassung. Der Wiener Kreis (1929)3
  • 1.2 Moritz Schlick: Die Wende der Philosophie (1930)30
  • II. Frühe philosophische Arbeiten der Gründer39
  • 2.1 Moritz Schlick: Die philosophische Bedeutung des Relativitätsprinzips (1915)41
  • 2.2 Philipp Frank: Die Bedeutung der physikalischen Erkenntnistheorie Machs für das Geistesleben der Gegenwart (1917)93
  • 2.3 Otto Neurath: Die Verirrten des Cartesius und das Auxiliarmotiv (Zur Psychologie des Entschlusses) (1913)114
  • III. Allgemeine Erkenntnislehre und Wissenschaftstheorie131
  • 3.1 Philipp Frank: Was bedeuten die gegenwärtigen physikalischen Theorien für die allgemeine Erkenntnislehre? (1929)133
  • 3.2 Moritz Schlick: Erleben, Erkennen, Metaphysik (1926)169
  • 3.3 Moritz Schlick: Positivismus und Realismus (1932)187
  • 3.4 Hans Hahn: Logik, Mathematik und Naturerkennen (1933)223
  • 3.5 Rudolf Carnap: Von der Erkenntnistheorie zur Wissenschaftslogik (1936)260
  • IV. Zu den Programmen des Physikalismus und der Einheitswissenschaft267
  • 4.1 Otto Neurath: Soziologie im Physikalismus (1931)269
  • 4.2 Rudolf Carnap: Die physikalische Sprache als Universalsprache der Wissenschaft (1932)315
  • 4.3 Otto Neurath: Einheit der Wissenschaft als Aufgabe (1935)354
  • 4.4 Rudolf Carnap: Über die Einheitssprache der Wissenschaft. Logische Bemerkungen zum Projekt einer Enzyklopädie (1936)362
  • 4.5 Otto Neurath: Die Enzyklopädie als ›Modell‹ (1936)375
  • V. Zum Basisproblem der empirischen Wissenschaften (Protokollsatzdebatte)397
  • 5.1 Otto Neurath: Protokollsätze (1932)399
  • 5.2 Rudolf Carnap: Über Protokollsätze (1932)412
  • 5.3 Moritz Schlick: Über das Fundament der Erkenntnis (1934)430
  • 5.4 Otto Neurath: Pseudorationalismus der Falsifikation (1935)454
  • 5.5 Rudolf Carnap: Wahrheit und Bewährung (1936)469
  • VI. Zu Spezialproblemen einzelner Wissenschaften477
  • 6.1 Karl Menger: Die neue Logik (1933)479
  • 6.2 Hans Hahn: Die Krise der Anschauung (1933)
  • 6.3 Moritz Schlick: Die Kausalität in der gegenwärtigen Physik (1931)
  • 6.4 Philipp Frank: Philosophische Deutungen und Mißdeutungen der Quantentheorie (1936)
  • 6.5 Edgar Zilsel: P. Jordans Versuch, den Vitalismus quantenmechanisch zu retten (1935)
  • 6.6 Moritz Schlick: Über den Begriff der Ganzheit (1935)
  • 6.7 Otto Neurath: Mensch und Gesellschaft in der Wissenschaft (1936)
  • VII. Rückblick aus der Emigration
  • 7.1 Gustav Bergmann: Erinnerungen an den Wiener Kreis. Brief an Otto Neurath (1936)
  • Anmerkungen
  • Quellenverzeichnis
  • Personenregister
 
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